Arsenwerte im Grundwasser von Hannover
Auf Nachfrage der SPD-Fraktion im Bezirksrat Hannover gab die Stadtverwaltung Hannover zur Antwort, dass die Langzeitüberwachung der Deponie Bemerode I im südwestlichen Grundwasserabstrom so hohe Arsenwerte aufgezeigt habe, dass eine Sanierung erforderlich sei. Die dafür zuständige Region Hannover werde aber nicht tätig, da 200 Meter weiter die Werte wieder besser seien. Was soll das denn? Die von der Stadtverwaltung zitierte Antwort der Region klingt ja so, dass nicht zu sanieren wäre, wenn man nur weit genug von dem sanierungsbedürftigen Bereich weitere Werte nimmt! Wenn die Werte so hoch sind, dass saniert werden muss, dann ist zu sanieren. Dies ist eine Forderung von pro.kronsberg.
Weiteres Sachverständigengutachten zur Deponie Bemerode I
In der letzten Sitzung des Bezirksrates Kirchrode Bemerode Wülferode konnte man den Eindruck gewinnen, dass diese Forderung schon erfüllt werde. Der Bezirksbürgermeister sagte auf Anfrage von pro.kronsberg zur Deponie, dass der von ihm geführte Bezirksrat in Zusammenarbeit mit dem Bezirksrat von Döhren Wülfel einen neuen Sachverständigen beauftragen werde. Mit diesem Gutachten soll – außerhalb der von der Stadt eingeholten Gutachten zur Deponie und dem jetzigen Bauvorhaben – dann endlich unabhängig geklärt werden, welche Gefahren von der Deponie ausgehen. Für pro.kronsberg ist dabei von Bedeutung, endlich zu klären:
- wie groß ist die Deponie
- welche Inhaltsstoffe sind in der Deponie
- wie lange hält die oberflächliche Abdeckung nach fast zwanzig Jahren noch.
Angesichts der bisherigen Arbeit von pro.kronsberg gibt es noch detailreichere Fragestellungen. Dazu hat der Bezirksbürgermeister auch angekündigt, Fragen von pro.kronsberg vor Erstellung des Gutachtens einzubeziehen.
Das ist ein Erfolg. Zu hoffen bleibt, dass es keine leeren Worte sind und schnell umgesetzt wird.
Download der PM: http://pressehouse.de/bi_pk/pressemitteilung_IV_2013.pdf
Freitag, 26. April 2013
Mittwoch, 10. April 2013
Hallo Sonntag H.-Süd vom 31.03.2013: Arsen im Grundwasser - Verwaltung hält weitere Sanierung der Deponie Bemerode jedoch für nicht erforderlich
Madsack-Presse bestätigen uns in unserem Tun
Arsen tritt aus der ehemaligen Hausmülldeponie Bemerode in sanierungspflichtigem Umfang aus (hallo sonntag, 31.03.2013). In der Hallo Sonntag, Ausgabe H.-Süd wurde berichtet, dass die Verwaltung im BZR Döhren-Wülfel beim letzten Mal bestätigt habe, dass die Arsen-Werte so hoch seien, dass eigentlich etwas gemacht werden müßte. Da die Werte 200 Meter weiter schon wieder besser seien, wäre eine weitere Teilsanierung unverhältnismäßig. Über die Ursache wird spekuliert.
Quelle: http://epaper01.niedersachsen.com/epaper/epaper2.html?zeitung=HSS&ekZeitung=&thuLinLi=1&code=0331_HSS_HP_04&book=HP_HSS_1.Page&Y=13&M=03&D=31
Wiederabdruck mit freundlicher Genehmigung der Sonntags-Medien GmbH & Co. KG
August-Madsack-Straße 1 30559 Hannover
Arsen tritt aus der ehemaligen Hausmülldeponie Bemerode in sanierungspflichtigem Umfang aus (hallo sonntag, 31.03.2013). In der Hallo Sonntag, Ausgabe H.-Süd wurde berichtet, dass die Verwaltung im BZR Döhren-Wülfel beim letzten Mal bestätigt habe, dass die Arsen-Werte so hoch seien, dass eigentlich etwas gemacht werden müßte. Da die Werte 200 Meter weiter schon wieder besser seien, wäre eine weitere Teilsanierung unverhältnismäßig. Über die Ursache wird spekuliert.
Quelle: http://epaper01.niedersachsen.com/epaper/epaper2.html?zeitung=HSS&ekZeitung=&thuLinLi=1&code=0331_HSS_HP_04&book=HP_HSS_1.Page&Y=13&M=03&D=31
Wiederabdruck mit freundlicher Genehmigung der Sonntags-Medien GmbH & Co. KG
August-Madsack-Straße 1 30559 Hannover
Donnerstag, 14. März 2013
Sonntag, 10. März 2013
Infoveranstaltung der Firma Netrada am Dienstag den 12.03.2013 im Annastift/Wülfeler Str
Netrada lädt nach Terminrücksprache mit der Stadtverwaltung Politiker und Öffentlichkeit ein. Pro.kronsberg steht mit Netrada im Gespräch und wird als Kritiker der Änderung der Bauleitpläne als Teil der Öffentlichkeit vor Ort sein. Wir sind gespannt, ob die Politiker, die die Öffentlichkeitsarbeit von Netrada und pro.kronsberg in der Vergangenheit als unzulänglich verschrieen haben, auch kommen.
Vor allem möchten wir auf diesem Wege Menschen, die sich auch außerhalb von pro.kronsberg stehen und mit dem Projekt beschäftigen, motivieren zu kommen.
Einladung der Firma Netrada:
Vor allem möchten wir auf diesem Wege Menschen, die sich auch außerhalb von pro.kronsberg stehen und mit dem Projekt beschäftigen, motivieren zu kommen.
Einladung der Firma Netrada:
Mittwoch, 13. Februar 2013
Mittwoch, 6. Februar 2013
Dienstag, 15. Januar 2013
Donnerstag, 20. Dezember 2012
++ WICHTIG FÜR ALLE ++ Widerspruch gegen Baugenehmigung einlegen
Widerspruch gegen die Baugenehmigung stellen!! EILT
Dies betrifft alle: Zum einen die, die Baugenehmigung von der Stadt erhalten haben (fristgerecht bis 1 Monat nach Zugang des Briefes Widerspruch einlegen - eilt deshlab). Es betrifft aber auch alle, die keine B-Genehmigung erhalten haben, aber Nachbarn sind, können sich ebenfalls gegen die Baumassnahme beschweren. Nur weil man keine Genehmigung mit Rechtsmittelfrist erhalten hat, merkt man trotzdem als Nachbar, dass sich da was tut, also kann und muss man diesem Tun ebenfalls widersprechen.
Bitte legt alle Widerspruch ein! Wir haben eine Vorlage erstellt:
Download der Widerspruch-Vorlage/Template als MS Word-Dokument
Dies betrifft alle: Zum einen die, die Baugenehmigung von der Stadt erhalten haben (fristgerecht bis 1 Monat nach Zugang des Briefes Widerspruch einlegen - eilt deshlab). Es betrifft aber auch alle, die keine B-Genehmigung erhalten haben, aber Nachbarn sind, können sich ebenfalls gegen die Baumassnahme beschweren. Nur weil man keine Genehmigung mit Rechtsmittelfrist erhalten hat, merkt man trotzdem als Nachbar, dass sich da was tut, also kann und muss man diesem Tun ebenfalls widersprechen.
Bitte legt alle Widerspruch ein! Wir haben eine Vorlage erstellt:
Download der Widerspruch-Vorlage/Template als MS Word-Dokument
Samstag, 8. Dezember 2012
Freitag, 30. November 2012
Donnerstag, 29. November 2012
Newsletter 29. November 2012 - Initiative pro.kronsberg
Newsletter 29. November 2012
Massen-Baumfällen, erster Spatenstich und immer mehr Fragen
Seit wenigen Tagen überschlagen sich die Ereignisse auf dem Gelände „Östlich Weltausstellungsallee“. War zunächst „nur“ das Fällen des ersten Chaussee-Baumes an der Cousteaustraße zu beklagen, folgten kurz danach das Massen-Baumfällen auf der Fläche östlich der Straße Richtung Stadtbahn. Mit modernster Technik dauerte es nur einen Vormittag, um fast 100 Bäume zu fällen und so zu entsorgen, als ob sie nie auf der Fläche gestanden hätten. Auch eine mindestens 100 Jahre alte, gesunde Pappel wurde selektiert.
Warum wurden diese schönen und wertvollen Bäume gefällt? Das ist, wie wir finden, eine gute Frage. Auf Nachfrage von pro.kronsberg teilte ein städtischer Mitarbeiter des Grünflächenamtes mit, dass die Bäume nicht umgepflanzt werden konnten, da sie beim Einpflanzen zur EXPO 2000 nicht wurzelbehandelt worden seien. Unabhängig von der Richtigkeit dieser merkwürdigen Aussage bleibt dazu zweierlei anzumerken: (1) Als das Gewerbegebiet an der Stockholmer Straße vor etwa 20 Jahren entstanden ist, hatte man dort stehende, mindestens 40 Jahre alte Bäume, ohne Probleme mit schwerem Gerät „ausgelöffelt“ und umgesetzt. Diese umgepflanzten Bäume sind alle wieder angewachsen und stehen heute noch. (2)Der Umstand, dass die nun gefällten Bäume nicht wurzelbehandelt waren, belegt bei der Weitsicht der EXPO-Planer, dass diese Bäume nicht umgesetzt werden sollten, sondern als grüner Bestandteil eines dort vorgesehenen, neuen Stadtteils gedacht waren. Passend und als konzeptionelle Fortführung des gerade wieder international prämierten Stadtteils Kronsberg-Süd.
Zum aktuellen Geschehen:
Anfang dieser Woche rückte schweres Gerät an. Die Fläche wird geräumt und erinnert mehr an eine Mondlandschaft als an die Fläche, für die sie zur EXPO einmal geplant worden war. Die Bauarbeiten ruhten für einen Moment, als der erste Spatenstich symbolisch von Vertretern der Stadt und Netrada vor extra geladener Presse am 28. November 2012 um 13 Uhr an einem extra importierten Sandhügel vollzogen wurde. Anlieger und Bürger waren nicht informiert und nicht geladen. Weder von der erteilten Baugenehmigung, noch vom Baubeginn noch vom 1. Spatenstich. Warum nicht?
Die Initiative pro.kronsberg hatte trotzdem von allem erfahren. Statt nun im extra auf der Baustelle errichteten „Festzelt“ beim 1. Spatenstich Smalltalk ohne Öffentlichkeit zu betreiben, hat die Initiative vor Ort mit Protest vor den Folgen des Baus und der Inbetriebnahme der Halle gemahnt. Vor Monaten wurde versprochen, mit den Anliegern zu sprechen, zu informieren und ein Bürgertelefon einzurichten. All das ist bislang nicht passiert. Die Bauarbeiten haben mit Abholzen, Staub und Lärm begonnen. Fakten werden geschaffen. Dialog sieht anders aus. Ein Bürgertelefon soll noch eingerichtet. Wann?
Wir fragen uns: wenn es funktioniert, Anträge zum Fällen und Bauen zu stellen (und zu genehmigen), warum funktioniert es dann nicht, die betroffenen Bürger entsprechend zu informieren?In der Presse war erst heute zu lesen, dass selbst der verantwortliche Dezernent nur glaubt, dass die von der Stadt in Auftrag gegebenen Gutachten zur Deponie zutreffen, die Deponie sicher sei und nichts passiere. Pro.kronsberg hat Widersprüche in den Gutachten aufgezeigt. Doch bislang hat z. B. noch kein Journalist die Behauptungen der Stadt, dass alles sicher sei, wirklich hinterfragt. Warum eigentlich nicht?
Die Neue Presse schreibt heute von „Drecksarbeit für neue Jobs“ und erkennt, dass die Halle riesig werde. Jobs hätte das Konzept Park Kronsberg auch gebracht, allerdings ohne die riesigen Ausmaße der Halle sowie die Folgen ihres Baus und ihrer Benutzung.
Das Thema „Verkehr“ und die damit verbundenen Auswirkungen, sind schon lange aus der öffentlichen Diskussion verschwunden. Wie brisant das Thema jedoch nach wie vor ist und immer mehr wird, mussten wir gerade wieder zur Messe „Eurotier“ leidvoll erfahren. Wie sich der Verkehr in unserem direkten Umfeld noch entwickelt, wenn neben dem Netrada-Anlieferverkehr noch täglich angeblich bis zu 1800 Netrada-Mitarbeiter versuchen ihren Arbeitsplatz zu erreichen, scheint die Verantwortlichen nicht mehr zu interessieren.
Darum informiert pro.kronsberg weiterhin über das Bauvorhaben, lässt die städtischen Gutachten prüfen, hat einen renommierten Anwalt mit der rechtlichen Beurteilung beauftragt, um ein juristisches Vorgehen gegen Baugenehmigungen und Satzungsänderungen überprüfen zu lassen, protestiert vor Ort sowie zu geeigneten Gelegenheiten und mahnt Bürgerdialog bei den
Verantwortlichen an.
Initiative pro.kronsberg
Mensch, Natur, Zukunft e. V.
Mitglied im
Initiative pro.kronsberg – Mensch, Natur, Zukunft e. V.
Vorsitzender: Frank Podschadly - Im Wolfskampe 54 - D-30539 Hannover
Email: pro.kronsberg@live.de - Internet: www.prokronsberg.blogspot.com
Bankverbindung: Sparkasse Hannover - Kontonr.: 910099642 - BLZ 25050180
Download des Newsletter als PDF
Donnerstag, 22. November 2012
Erste Baumfällaktion - ProKronsberg stellt Strafanzeige
Ohne Legitimation?Eigentlich durften nur der Spitzahorn gefällt werden. Heute Morgen wurden - aus unserer Sicht ohne Genehmigungs- und Rechtsgrundlage - Fakten geschaffen und viele Bäume unwiderbringlich gefällt. U.a. die über hundertfünfzig Jahre alte Eiche am ehemaligen Helikopter-Flugplatz.
Mit schwerem Gerät Eine Firma Stark aus Barsinghausen hat bis 10.30 Uhr mit Maschinen, die einen Baum binnen einer Minute am Boden kappen und binnen der nächsten Minute nahezu rückstandslos schreddern, die Fläche baumfrei gemacht.
Gassperre
Desweiteren finden Arbeiten auf dem Gelände des zweiten Bauabschnitts statt. Die Arbeiten leitet planersich ein Herr Prahl der Firma ICP. Im Auftrag der Stadt werden dort die von der Firma ICP im Gutachten vorgeschlagene Gassperre errichtet. Auf Nachfrage ergab sich, dass mn sich für die günstigste Variante mit einem Schotterbett entscheid. Die Gassperre liege südlich des Deponierandes und werde im Winkel an der Cousteaustraße ein Stück hochgeführt. Der erste Baum von Dienstag sei dafür im Weg zumal Wegerechte für Telekom etc. zu beachten seien.
Update 1: In der uns voliegenden "Baumfäll-Liste" der Stadt Hannover für den Bezirk KiBeWü war diese Aktion nicht aufgeführt.
Update 2: Vor Ort: Baufirma kann Auftraggeber nicht benennen.
Weitere Infos folgen....
Mit schwerem Gerät Eine Firma Stark aus Barsinghausen hat bis 10.30 Uhr mit Maschinen, die einen Baum binnen einer Minute am Boden kappen und binnen der nächsten Minute nahezu rückstandslos schreddern, die Fläche baumfrei gemacht.
Gassperre
Desweiteren finden Arbeiten auf dem Gelände des zweiten Bauabschnitts statt. Die Arbeiten leitet planersich ein Herr Prahl der Firma ICP. Im Auftrag der Stadt werden dort die von der Firma ICP im Gutachten vorgeschlagene Gassperre errichtet. Auf Nachfrage ergab sich, dass mn sich für die günstigste Variante mit einem Schotterbett entscheid. Die Gassperre liege südlich des Deponierandes und werde im Winkel an der Cousteaustraße ein Stück hochgeführt. Der erste Baum von Dienstag sei dafür im Weg zumal Wegerechte für Telekom etc. zu beachten seien.
Update 1: In der uns voliegenden "Baumfäll-Liste" der Stadt Hannover für den Bezirk KiBeWü war diese Aktion nicht aufgeführt.
Update 2: Vor Ort: Baufirma kann Auftraggeber nicht benennen.
Weitere Infos folgen....
Bericht in Zeit Online: Gnadenlos flexibel
Link zum Artikel: http://www.zeit.de/2012/47/Internet-Kaufhaus-Amazon-Kuendigungsfristen-Leiharbeit
Die Bürgerinitiative ProKronsberg findet Erwähnung
[..] Statt nur Forderungen von Amazon entgegen- und Fristen zur Kenntnis zu nehmen, wagten es die Stadträte, eigene Wünsche zu formulieren. So sollte der Konzern beispielsweise nicht nur locker zusagen, bis 2015 rund 1.000 langfristige Arbeitsplätze zu schaffen, sondern sich dazu verpflichten. Und als sich dann noch eine Bürgerinitiative gründete, die sich Sorgen um das Verkehrsaufkommen machte und genauer informiert werden wollte, war das dem Management offensichtlich zu viel. Jedenfalls machte es sich für seine kommunalen Verhandlungspartner rar, war scheinbar unentschlossen. Nichts ging mehr voran. Mitte dieses Jahres holte sich Amazon schließlich einen Korb. Es fand sich nämlich ein anderer Investor, der mit den Wünschen von Kommune und Bürgerinitiative keine Probleme hat.[..]
Donnerstag, 18. Oktober 2012
Giftmüllproblem verharmlost?
Presseinformation 18. Oktober 2012
Giftmüllproblem verharmlost?
Nach Auffassung der Stadtverwaltung Hannover sei die Deponie Bemerode I „lediglich“ 236.000 m³ groß (1), nur etwa 1-7 Promille (2) der Deponie lägen im Grundwasser und daher sei eine nachteilige Beeinflussung der Grundwasserqualität in der nördlich gelegenen Siedlung Seelhorst infolge der vorgesehenen gewerblichen Entwicklung aufgrund der Grundwasser-fließrichtung nach gutachterlicher Beurteilung definitiv ausgeschlossen (3).
Die Mehrheitsfraktion der SPD im Rat fragt sich, ob der von hiesiger Seite benutzte Begriff „Giftmülldeponie“ gerechtfertigt sei.“ (4)
Die damit verbundene Anfrage Nr. 2147/2012 ist aktuell Gegenstand der heutigen Ratssitzung.
Es verwundert, dass die wichtigen Fragen in der Anfrage der SPD, die unbedingt vor der Beschlussfassung vom 20. September 2012 hätten geklärt werden müssen, erst jetzt gestellt werden.
Unabhängig von den – vorhersehbaren – Antworten, die die Stadtverwaltung geben wird, hat sich pro.kronsberg mit den vorgenannten Ausführungen beschäftigt.
Um eventuellen Verharmlosungen auch im weiteren Verfahren sachlich zu begegnen, informiert pro.kronsberg weiterhin über die ihm bekannte Faktenlage
1. Größe
In der Zusammenfassenden Darstellung zur Deponie Bemerode (pro.kronsberg: gemeint ist die Altablagerung Bemerode I) vom 11. September 2012 wird nahegelegt, dass die in früheren Untersuchungen zugrunde gelegte Größe der Deponie von ca. 1 Million Kubikmeter lediglich auf Schätzungen beruhe und unzutreffend sei. Zutreffend sei lediglich eine Größe von 236.000 m³.
Es trifft nicht zu, dass die früher angenommene Größe der Deponie nur auf Schätzungen beruhte.
Denn die fachkundige städtische Mitarbeiterin Frau Pöppelbaum, seinerzeit tätig im Amt für Umweltschutz, derzeit im Fachbereich Umwelt und Stadtgrün, hat am 12. August 1993 in der Bürgerinformationsveranstaltung des Bezirksrates Döhren-Wülfel ausgeführt, dass die Deponie im August 1990 untersucht worden und ab 1991 erste Nachermittlungen durchgeführt worden seien. Im Sommer/Herbst 1991 habe das Niedersächsische Landesamt für Wasser und Abfall (NLWA) weitere Untersuchungen durchgeführt. Gezielte Nachermittlungen seien im November 1992 vom Büro GEONOVA durchgeführt worden.
Es ist daher davon auszugehen, dass die auf den damaligen Untersuchungen basierende Größenangabe der Deponie von 1 Millionen Kubikmetern zutreffend ist.
Ebenfalls dafür spricht, dass die seinerzeit ermittelte Größe von 1 Mill. Kubikmetern die Grundlage für die lediglich oberflächliche Teilsanierung, anstelle einer Vollsanierung, darstellte.
Zudem geht selbst das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) aktuell weiterhin von einer Größe von 1 Millionen Kubikmetern aus (5).
http://nibis.lbeg.de/cardomap3/#
2. Inhalt
Die Stadtverwaltung hat aktuell in der Zusammenfassenden Darstellung zur Deponie Bemerode vom 11. September 2012 mitgeteilt, dass sie Hinweisen auf mögliche Einlagerung industrieller Abfälle der ehemaligen Firmen Kertess und Riedel-de-Haen nachgegangen sei. Diese Hinweise hätten sich nicht bestätigen lassen.
Diese Ausführungen der Stadtverwaltung widersprechen Ausführungen, die Frau Pöppelbaum am 12. August 1993 in der bereits erwähnten Bürgerinformationsveranstaltung für die Stadt Hannover vorgenommen hat. Frau Pöppelbaum führte aus, dass in der Deponie „im wesentlichen (…) Hausmüll, Bauschutt, Bodenaushub, Gewerbeabfälle, Färbersalze und Altöl, aber auch chemische Abfälle der Firmen Kertess und Riedel de Haȅn“ lagern. (6)
Strafverfahren in den 70-er Jahren sowie noch lebende Zeitzeugen belegen, dass in die Deponie sehr wohl auch Industrieabfälle der Firmen Kertess und Riedel-de-Haen entsorgt worden sind.
3. Gefährlichkeit
In der Zusammenfassenden Darstellung zur Deponie Bemerode vom 11. September 2012 behauptet die Stadtverwaltung auf Seite 7, dass „eine nachteilige Beeinflussung in der nördlich gelegenen Siedlung Seelhorst (…) aufgrund der Grundwasserfließrichtung West-Nord-West definitiv ausgeschlossen werden“ kann.
Demgegenüber haben die von der Stadtverwaltung beauftragten Gutachter in der öffentlichen Vorstellung ihrer Gutachten am 16. Januar 2012 betont, dass die Grundwasserfließrichtung nicht eindeutig ermittelt werden konnte.
Diese Aussagen decken sich mit den seinerzeitigen Ausführungen von Frau Pöppelbaum in der bereits erwähnten Bürgerinformationsveranstaltung vom 12. August 1993: „Die Fließrichtung des Grundwassers sei noch nicht zweifelsfrei bestimmt.“
Unabhängig von der Antwort darauf, ob die Schadstoffe in die Siedlung Seelhorst verziehen oder nicht, begründet sich die Gefährlichkeit der Deponie dadurch, dass bei den umfangreichen Untersuchungen in den 90-er Jahren im Grundwasser „Benzol, Tuluol und Xylol und chlorierte Kohlenwasserstoffe in deutlichen Mengen“ (Seite 5) festgestellt werden konnten.
Es kann doch keine Rolle spielen, ob das Grundwasser oder der Boden im Bereich Siedlung Seelhorst oder die Gebiete der Messe und Mittelfeld-West der Gefahr einer Kontamination ausgesetzt werden.
Auch wenn die Deponie ursprünglich als Hausmülldeponie vorgesehen worden war, ist sie – nach allgemeinem Sprachgebrauch – , zumindest durch illegale Abladung von giftigen Stoffen, faktisch zur Giftmülldeponie geworden.
Fundstellen:
(1) Zusammenfassende Darstellung zur Deponie Bemerode (pro.kronsberg: gemeint ist die Altablagerung Bemerode I) der Stadtverwaltung vom 11. September 2012 – Seite 1
(2) Wie Ziffer (1) Seite 1; Anfrage der SPD-Fraktion Nr. 2147/2012 vom 18. September 2012 – Seite 1
(3) Anfrage der SPD-Fraktion Nr. 2147/2012 vom 18. September 2012 – Seite 1, 2
(4) Wie Ziffer (3) Seite 2
(5) Geozentrum Hannover, Nibis Kartenserver: http://nibis.lbeg.de/cardomap3/#
(6) Niederschrift der Stadt Hannover vom 12. September 1993 vom Mitarbeiter Kleinert der Siedlergemeinschaft Seelhorst e. V. übersandt
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Giftmüllproblem verharmlost?
Nach Auffassung der Stadtverwaltung Hannover sei die Deponie Bemerode I „lediglich“ 236.000 m³ groß (1), nur etwa 1-7 Promille (2) der Deponie lägen im Grundwasser und daher sei eine nachteilige Beeinflussung der Grundwasserqualität in der nördlich gelegenen Siedlung Seelhorst infolge der vorgesehenen gewerblichen Entwicklung aufgrund der Grundwasser-fließrichtung nach gutachterlicher Beurteilung definitiv ausgeschlossen (3).
Die Mehrheitsfraktion der SPD im Rat fragt sich, ob der von hiesiger Seite benutzte Begriff „Giftmülldeponie“ gerechtfertigt sei.“ (4)
Die damit verbundene Anfrage Nr. 2147/2012 ist aktuell Gegenstand der heutigen Ratssitzung.
Es verwundert, dass die wichtigen Fragen in der Anfrage der SPD, die unbedingt vor der Beschlussfassung vom 20. September 2012 hätten geklärt werden müssen, erst jetzt gestellt werden.
Unabhängig von den – vorhersehbaren – Antworten, die die Stadtverwaltung geben wird, hat sich pro.kronsberg mit den vorgenannten Ausführungen beschäftigt.
Um eventuellen Verharmlosungen auch im weiteren Verfahren sachlich zu begegnen, informiert pro.kronsberg weiterhin über die ihm bekannte Faktenlage
1. Größe
In der Zusammenfassenden Darstellung zur Deponie Bemerode (pro.kronsberg: gemeint ist die Altablagerung Bemerode I) vom 11. September 2012 wird nahegelegt, dass die in früheren Untersuchungen zugrunde gelegte Größe der Deponie von ca. 1 Million Kubikmeter lediglich auf Schätzungen beruhe und unzutreffend sei. Zutreffend sei lediglich eine Größe von 236.000 m³.
Es trifft nicht zu, dass die früher angenommene Größe der Deponie nur auf Schätzungen beruhte.
Denn die fachkundige städtische Mitarbeiterin Frau Pöppelbaum, seinerzeit tätig im Amt für Umweltschutz, derzeit im Fachbereich Umwelt und Stadtgrün, hat am 12. August 1993 in der Bürgerinformationsveranstaltung des Bezirksrates Döhren-Wülfel ausgeführt, dass die Deponie im August 1990 untersucht worden und ab 1991 erste Nachermittlungen durchgeführt worden seien. Im Sommer/Herbst 1991 habe das Niedersächsische Landesamt für Wasser und Abfall (NLWA) weitere Untersuchungen durchgeführt. Gezielte Nachermittlungen seien im November 1992 vom Büro GEONOVA durchgeführt worden.
Es ist daher davon auszugehen, dass die auf den damaligen Untersuchungen basierende Größenangabe der Deponie von 1 Millionen Kubikmetern zutreffend ist.
Ebenfalls dafür spricht, dass die seinerzeit ermittelte Größe von 1 Mill. Kubikmetern die Grundlage für die lediglich oberflächliche Teilsanierung, anstelle einer Vollsanierung, darstellte.
Zudem geht selbst das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) aktuell weiterhin von einer Größe von 1 Millionen Kubikmetern aus (5).
http://nibis.lbeg.de/cardomap3/#
2. Inhalt
Die Stadtverwaltung hat aktuell in der Zusammenfassenden Darstellung zur Deponie Bemerode vom 11. September 2012 mitgeteilt, dass sie Hinweisen auf mögliche Einlagerung industrieller Abfälle der ehemaligen Firmen Kertess und Riedel-de-Haen nachgegangen sei. Diese Hinweise hätten sich nicht bestätigen lassen.
Diese Ausführungen der Stadtverwaltung widersprechen Ausführungen, die Frau Pöppelbaum am 12. August 1993 in der bereits erwähnten Bürgerinformationsveranstaltung für die Stadt Hannover vorgenommen hat. Frau Pöppelbaum führte aus, dass in der Deponie „im wesentlichen (…) Hausmüll, Bauschutt, Bodenaushub, Gewerbeabfälle, Färbersalze und Altöl, aber auch chemische Abfälle der Firmen Kertess und Riedel de Haȅn“ lagern. (6)
Strafverfahren in den 70-er Jahren sowie noch lebende Zeitzeugen belegen, dass in die Deponie sehr wohl auch Industrieabfälle der Firmen Kertess und Riedel-de-Haen entsorgt worden sind.
3. Gefährlichkeit
In der Zusammenfassenden Darstellung zur Deponie Bemerode vom 11. September 2012 behauptet die Stadtverwaltung auf Seite 7, dass „eine nachteilige Beeinflussung in der nördlich gelegenen Siedlung Seelhorst (…) aufgrund der Grundwasserfließrichtung West-Nord-West definitiv ausgeschlossen werden“ kann.
Demgegenüber haben die von der Stadtverwaltung beauftragten Gutachter in der öffentlichen Vorstellung ihrer Gutachten am 16. Januar 2012 betont, dass die Grundwasserfließrichtung nicht eindeutig ermittelt werden konnte.
Diese Aussagen decken sich mit den seinerzeitigen Ausführungen von Frau Pöppelbaum in der bereits erwähnten Bürgerinformationsveranstaltung vom 12. August 1993: „Die Fließrichtung des Grundwassers sei noch nicht zweifelsfrei bestimmt.“
Unabhängig von der Antwort darauf, ob die Schadstoffe in die Siedlung Seelhorst verziehen oder nicht, begründet sich die Gefährlichkeit der Deponie dadurch, dass bei den umfangreichen Untersuchungen in den 90-er Jahren im Grundwasser „Benzol, Tuluol und Xylol und chlorierte Kohlenwasserstoffe in deutlichen Mengen“ (Seite 5) festgestellt werden konnten.
Es kann doch keine Rolle spielen, ob das Grundwasser oder der Boden im Bereich Siedlung Seelhorst oder die Gebiete der Messe und Mittelfeld-West der Gefahr einer Kontamination ausgesetzt werden.
Auch wenn die Deponie ursprünglich als Hausmülldeponie vorgesehen worden war, ist sie – nach allgemeinem Sprachgebrauch – , zumindest durch illegale Abladung von giftigen Stoffen, faktisch zur Giftmülldeponie geworden.
Fundstellen:
(1) Zusammenfassende Darstellung zur Deponie Bemerode (pro.kronsberg: gemeint ist die Altablagerung Bemerode I) der Stadtverwaltung vom 11. September 2012 – Seite 1
(2) Wie Ziffer (1) Seite 1; Anfrage der SPD-Fraktion Nr. 2147/2012 vom 18. September 2012 – Seite 1
(3) Anfrage der SPD-Fraktion Nr. 2147/2012 vom 18. September 2012 – Seite 1, 2
(4) Wie Ziffer (3) Seite 2
(5) Geozentrum Hannover, Nibis Kartenserver: http://nibis.lbeg.de/cardomap3/#
(6) Niederschrift der Stadt Hannover vom 12. September 1993 vom Mitarbeiter Kleinert der Siedlergemeinschaft Seelhorst e. V. übersandt
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Donnerstag, 11. Oktober 2012
Herbst-Impressionen 2012 vom Kronsberg - es könnten die letzten dieser Art sein...
Copyright 2012 by Seemo Hecht
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