Mittwoch, 20. Juni 2012
Flatterbänder zur Vertreibung von Singvögeln
In der HAZ-Ausgabe vom 20.Juni ist ein kritischer Artikel von Conrad von Meding zum Vorgehen der Stadt zur Ansiedlung des geplanten Logistikzentrums abgedruckt. Laut NABU legt die LH Hannover die Naturschutzgesetze sehr lax aus.
Um Versorgungsleitungen auf der Grünfläche am Expo-Gelände zu verlegen hat die Stadt jetzt mitten in der Brut- und Setzzeit von Singvögeln Flatterbänder aufgehängt. Diese flächendeckende Maßnahme hat zum Ziel die Vögel zu vertreiben.
Dies hindert insbesondere die vom Aussterben bedrohte Feldlerche, deren erster Brutvorgang gerade abgeschlossen ist, daran in das Areal für den zweiten Brutvorgang zurückzukehren.
Die Feldlerche ist ein Bodenbrüter. Es gab laut Auskunft der Bauarbeiter vor Ort eine Begehung mit Biologen. Wie sich jetzt heraustellt wurden demnach Nester gefunden. Die Argumentationslinie und Rechtfertigung der Stadt über diese Maßnahme Artenschutz zu betreiben ist zynisch, dem Bürger kaum vermittelbar und soweit uns bekannt zum jetzigen Zeitpunkt nicht durch eine explizite schriftliche Ausnahmegenehmigung gemäß Naturschutzgesetz gedeckt. Die Maßnahme mit den Flatterbändern ist auf jeden Fall effektiv: Die Lerche und andere Singvögel werden davon abgehalten trotz Schonzeit nicht in ihre Nester zurückkehren können. Mit ernst gemeintem Artenschutz ist dies nicht vereinbar.
Politik nach Gutsherrenart
Die Ratspolitik der LH Hannover verfolgt bei vielen Umwelt- und Naturschutz-Themen aktuell eine Politik nach Gutsherrenart. Als Beispiel der letzten Wochen seien hier der Affront des Dezerneten Herrn Mönninghoff gegenüber dem Eilenriedebeirat genannt, der geplante Abriss des denkmalgeschützten Eilenriedestadions und Abholzung von Eilenriedefläche zugunsten eines neues Sport- und Leistungszentrums oder auch die Abholzung von schützenswerten Waldflächen für ein Rückhaltebecken in der Seelhorst. Die Liste der Widersprüche liesse sich noch weiter fortsetzen. Viele Wähler der Grünen sind entsetzt, wie Ratspolitiker der Grünen aktuell den Umwelt- und Naturschutz auslegen und wirtschaftlichen Aspekten unterordnen.
Die Ratspolitik der LH Hannover verfolgt bei vielen Umwelt- und Naturschutz-Themen aktuell eine Politik nach Gutsherrenart. Als Beispiel der letzten Wochen seien hier der Affront des Dezerneten Herrn Mönninghoff gegenüber dem Eilenriedebeirat genannt, der geplante Abriss des denkmalgeschützten Eilenriedestadions und Abholzung von Eilenriedefläche zugunsten eines neues Sport- und Leistungszentrums oder auch die Abholzung von schützenswerten Waldflächen für ein Rückhaltebecken in der Seelhorst. Die Liste der Widersprüche liesse sich noch weiter fortsetzen. Viele Wähler der Grünen sind entsetzt, wie Ratspolitiker der Grünen aktuell den Umwelt- und Naturschutz auslegen und wirtschaftlichen Aspekten unterordnen.
Freitag, 8. Juni 2012
IHK Hannover schlägt Alarm: Verkehrliche Kapazitäten stoßen auf der A2 an ihre Grenzen. Erste Unternehmen drohen aus Hannover abzuwandern
In der aktuellen Juni-Ausgabe des IHK-Magazin "Die Niedersächsische Wirtschaft - Seite 8" wird aufgezeigt, welche essentielle Bedeutung ein leistungsfähiger Verkehrsfluss für die Wirtschaft hat. Für die Wirtschaft insgesamt und insbesondere für die in der Region Hannover sei die die A 2 eine Lebensader" wird der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Horst Schrage zitiert.
"Die A 2 ist bereits heute am Rande ihrer Leistungsfähigkeit angelangt. Einen weiteren Zuwachs kann sie kaum noch verkraften, er ist aber zu erwarten: 70 Prozent des Güterverkehrsaufkommens und 82 Prozent des Personenverkehrs werden in Deutschland auf der Straße abgewickelt. Bis zum Jahr 2050 ist mit einer Verdoppelung der Verkehrsleistung zu rechnen."
Die A 2 ist im Raum Hannover nicht nur besonders belastet: Die Autobahn ist gleichzeitig für den Wirtschaftsstandort von höchster Bedeutung.
Positionspapier: Download der IHK-Borschüre "Die Wirtschaft braucht eine leistungsfähige A2" als PDF
"Die A 2 ist bereits heute am Rande ihrer Leistungsfähigkeit angelangt. Einen weiteren Zuwachs kann sie kaum noch verkraften, er ist aber zu erwarten: 70 Prozent des Güterverkehrsaufkommens und 82 Prozent des Personenverkehrs werden in Deutschland auf der Straße abgewickelt. Bis zum Jahr 2050 ist mit einer Verdoppelung der Verkehrsleistung zu rechnen."
Die Kritikalität der verkehrlichen Situation für den Wirtschaftsstandort Hannover können kaum gravierender sein. Unternehmen haben dem IHK bereits angedeutet, dass sie die Situation sehr genau beobachten und in ihre Investitions- und Standortentscheidungen mit einbeziehen. Bei weiteren Verschlechterungen sei zu erwarten, dass Investitionen unterbleiben oder woanders erfolgen und mittelfristig seien auch Standortverlagerung weg von Hannover denkbar.
Die A 2 ist im Raum Hannover nicht nur besonders belastet: Die Autobahn ist gleichzeitig für den Wirtschaftsstandort von höchster Bedeutung.
Positionspapier: Download der IHK-Borschüre "Die Wirtschaft braucht eine leistungsfähige A2" als PDF
| FAZIT: Die lokale Politik ist gefordert dieses Alarmsignal aufzugreifen. Es zeigt wie kritisch weitere Ansiedlungen im Bereich Logistik sind. Und wie sie sich negativ auf die Attraktivität einer Region für andere Wirtschafstbereiche auswirken können. Investitionen wandern dann in andere verkehrlich weniger belastete Regionen und sogar Abwanderungen bestehender Unternehmungsstandorte können daraus schlimmstenfalls resultieren. Dies sind Fakten den sich die Politik nicht verschliessen darf. |
Text: Jens Fleischhacker
Mittwoch, 6. Juni 2012
Samstag, 2. Juni 2012
Erste Fahrrad-Demo am Sa. den 02. Juni ein voller Erfolg
Die Initiative Pro Kronsberg organisierte am Samstagvormittag den 02. Juni ihre erste Fahrrad-Demo. Mit über 50 Teilnehmern war diese bei Polizei angezeigte Aktion ein voller Erfolg. Erstaunlicherweise zeigten auch die betroffenen Autofahrer viel Sympathie für die Aktion. Für die Geduld und das Verständnsi vielen Dank!
Die Strecke führte entlang der Wülfeler Straße hinüber in die Wülferoder Str. bis zum Krokus am Tie. Dort fand heute eine Familienkonferenz statt. Mit der überraschenden "Konferenz"-Form setzt die Stadt auf mehr
Beteiligung - und hat schon in der Vorbereitung reges Interesse geweckt. Engagierte BewohnerInnen machen sich für eine gelungene Veranstaltung
stark.
Über weitere geplante Fahrrad-Demos informieren wir!
Über weitere geplante Fahrrad-Demos informieren wir!
Freitag, 1. Juni 2012
Politische Entscheidungsträger mahnen wir an, sich hier im Interesse der Anlieger schnell ebenfalls um Antworten zu bemühen
Auf der Fläche östlich der Weltausstellungsallee wurden mit einer Art
Minitrecker die Parkflächen befahren. Auffällig ist, dass seitdem die
Flora braun eingetrocknet ist, während derart unbehandelte Flächen
weiterhin saftig grün sind.
Eigentümer, etwaige Pächter bis enercity
fragen wir daher: Was wurde hier gemacht? Ist das zulässig?
Politische Entscheidungsträger mahnen wir an, sich hier im Interesse der Anlieger schnell ebenfalls um Antworten zu bemühen.
Unserem Kenntnisstand nach ist die Stadt Hannover Eigentümer der Fläche und bleibt daher in der Verantwortung dafür, dass Dritte dort nicht rechtswidrig handeln.
Politische Entscheidungsträger mahnen wir an, sich hier im Interesse der Anlieger schnell ebenfalls um Antworten zu bemühen.
Unserem Kenntnisstand nach ist die Stadt Hannover Eigentümer der Fläche und bleibt daher in der Verantwortung dafür, dass Dritte dort nicht rechtswidrig handeln.
Klarstellung der LH Hannover: Die Stadt Hannover hat keinen Einsatz von Herbiziden beauftragt!
Von: Dix, Dennis (15.31) <xxxx@hannover-stadt.de>
Datum: 1. Juni 2012 15:50
Betreff: Pressemeldung "Großflächiger und rechtswidriger Einsatz von Herbiziden zur Pflanzenvernichtung zerstören Lebensraum von Tieren": Klarstellung
An: prokronsberg@googlemail.com

Sehr geehrter Herr Fleischhacker,
vielen
Dank für die oben genannte Presseinformation vom 31. Mai 2012. In der
Unterzeile „LHH umgeht Vorschriften der sogenannten Eingriffsregelung“
stellen Sie jedoch eine Behauptung auf, die nicht stimmt und nicht
unwidersprochen bleiben kann: Die Stadt Hannover hat keinen Einsatz von Herbiziden beauftragt!
Vielmehr hat nach unserer Kenntnis die Deutsche Messe AG auf ihrem Gelände vorbereitende
Bauarbeiten zur Freilegung der Trasse für die Leitungsumlegung von
enercity in Auftrag gegeben. In diesem Zusammenhang wurde Ende
vergangener Woche mit einem Gerät der Asphalt auf der Trasse
geschnitten. Nach Auskunft der Messe AG hat auch diese keine Herbizide
zur Pflanzenvernichtung eingesetzt.
Wir
bitten Sie, dies gegenüber den Mitgliedern Ihrer Bürgerinitiative sowie
Ihrem Adressatenkreis aus dem Medienverteiler klarzustellen.
Mit freundlichen Grüßen
Dennis Dix
Büro Oberbürgermeister
der Landeshauptstadt Hannover
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Trammplatz 2
30159 Hannover
________________________________________________________________
UNSERE MELDUNG vom 31.05.2012:
Umgeht die LHH Vorschriften der sogenannten Eingriffsregelung?
Augenzeugen berichten letzte Woche von einem kleinen Gefährt (sog. Walzenstreifgerät), dass systematisch die Fläche abfuhr und vermutlich Herbizide - spezielle Pilze die geeignet sind Pflanzen anzugreifen - aufgebracht hatte. Der Verdacht scheint sich nun zu erhärten. Unsere Bilder vom Gelände vom 23. Mai 2012 zeigen noch saftige Wiesen.
Die nachfolgenden Bilder, die wir gestern gemacht haben, zeigen die Zerstörung der Wiese linear an. Falls dem so sein sollte, bahnt sich hier ein handfester Skandal an.
Dadurch werden "totsicher" Lebensräume rechtswidrig (europ. Artenschutz) zerstört. Beispielsweise wäre ein
Brutnachweis der Feldlerche eine wichtige Information, weil damit
belegt ist, dass Lebensraum dieser gefährdeten und streng geschützten
Art verloren geht. Rechtlich bedeutet das nach unserer Auffassung, dass
an diesem Punkt eine erhebliche Beeinträchtigung stattfindet, die
ausgeglichen werden muss, indem an anderer Stelle Lebensraum für
Feldlerchen geschaffen werden muss. Das ist durch Extensivierung
möglich, aber bisher noch noch vernünftig planerisch vorbereitet. Diese
Vorschriften der sogenannten Eingriffsregelung könnten damit durch die
LH Hannover leichtfertig verletzt worden sein.
Laut
Landwirtschaftskammer Hannover liegt aktuell keine Ausnahmegenehmigung
für die Aufbringung von Herbiziden auf dieser Fläche vor
Der Bebauungsplan ist NOCH nicht geändert. Eine Kontrolle und Bestandsaufnahme des Habitat ist somit nicht mehr möglich. Aktuell handelt es sich bei der Fläche um einen ausgewiesenen Parkplatz.
Ausnahmen nur im Einzelfall möglich und müssen beantragt werden
Um
Herbizide auf Parkflächen aufbringen zu dürfen, bedarf es nach
dem Pflanzenschutzgesetz § 12 eine Ausnahmegenehmigung. Gemäß Auskunft
der Landwirtschaftskammer Hannover/Nebenstelle Ahlem, liegt aktuell
keine Ausnahmegenehmigung vor.
Das Herbizidverbot gilt für alle nicht landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Flächen, also für Industriegelände, Bahngleise oder auch Messe-Parkplätzen. Es bedarf zwingend einer Ausnahmegenehmigung.
Das Herbizidverbot gilt für alle nicht landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Flächen, also für Industriegelände, Bahngleise oder auch Messe-Parkplätzen. Es bedarf zwingend einer Ausnahmegenehmigung.
Wir überprüfen hier geeignete Rechtsmittel einzulegen.
Nachfolgend die erschütternden Bilder:
| 27.05.2012: Walzenstreifgerät bei der Arbeit |
Mittwoch, 23. Mai 2012
Zur Fahrt nach Bad Hersfeld/Stand 22 05 2012
HAZ am 16. Mai 2012 „AMAZON hält Stadt hin“ / am 18. Mai 2012 „Keine weiteren Hürden für Amazon“
Das wird ja immer verrückter: Erst versuchte die Stadtverwaltung, den Argumenten von pro.kronsberg gegen den Bau einer Mega-Halle auf der Fläche „Östliche Weltausstellungsallee“ zu begegnen, indem z. B. der Verwaltungs-trakt zur Logistikhalle im Passivhausstandard und die Halle mit modernster Umwelttechnik errichtet werden sollten. Und nach der Besichtigung von Bad Hersfeld? Jetzt wird es ein 0815-Gewerbebau. Politik und Verwaltung ist ihr Geschwätz von gestern egal. Man schwärmt von Amazon als Arbeitgeber. Es scheint nur noch darauf anzukommen, dass die Halle gebaut werde, koste es, was es wolle.
Jeder, der so denkt, hat die Probleme, eine Mega-Halle von ½ km Länge x ¼ km Breite auf dem Gelände zu bauen, leider noch nicht verstanden. Die Probleme heißen weder AMAZON oder wer auch immer die Halle nutzen will, sondern liegen im Ausmaß der Halle und ihrem Betrieb!
Pro.kronsberg hat die Fahrt nach Bad Hersfeld genutzt, um über ihre Anwältin mit Verantwortlichen von AMAZON ins Gespräch zu kommen. Im Gegensatz zur Stadt Hannover haben die Verantwortlichen dort die Probleme wohl verstanden:
1. Zwischen der geplanten Ansiedlung der Mega-Halle und der Siedlung Seelhorst liegt die drittgefährlichste Giftmülldeponie Niedersachsens mit 1.100.000 Kubikmetern. Das ist acht Mal mehr als die Asbesthalde von Fulgurit in Wunstorf.
Ein Gutachten der Stadt belegt, dass Schadstoffe ausgetragen werden bis heute. Danach ziehen die Schadstoffe nach Nordwesten, d. h. zur Messe und Mittelfeld/Wülfel/Döhren. Die Betroffenen bleiben uninformiert. Sind die möglichen Arbeitsplätze wichtiger als sauberes Brunnenwasser/eigene Ernte?
2. „Mehr als Zusammenbrechen kann der Verkehr nicht“, sagte ein weiterer Gutachter der Stadt. Erst sollte es Verkehrskonzepte geben und jetzt teilt die Stadt mit, dass sie den LKWs den Weg durch die Wohngebiete nicht verbieten könne.
Die Unfallzahlen mit Kindern steigen in Hannover. Verkehrskonzepte werden medienwirksam aufgelegt. Die Stadtverwaltung und Politik setzt sich für Geschwindigkeitsbeschränkungen vor Schulen ein.
Doch Noch-Oberbürgermeister Weil schafft es nicht, in dem Stadtbezirk, in dem er wohnt, im kinderreichsten Stadtteil Kronsberg Tempo 30 auf dem Kattenbrookstrift mit einer Grundschule, einer IGS und vielen Kindergärten etc. einzurichten. Ist ihm die freie Fahrt für ungebundene Amazon-LKW wichtiger als unsere Kinder?
3. CO-2- und Feinstaubbelastung ist bereits ein Problem in Hannover. Das Problem wird sich im Süden Hannovers verstärken, wenn die Ansiedlung kommt. Dabei weist ein weiteres Gutachten den Kronsberg als Gebiet aus, das für den Frischluftstrom in Hannover sorgt. Damit ist dann nach der Ansiedlung Schluss.
4. Hannover 96 hat sich für den Süden Hannovers interessiert. Deren geplantes Förder- und Leistungszentrum passt auf die Fläche „Östliche Weltausstellungsallee“. Die Stadt bevorzugt aber die Fläche um das Eilenriedestadion. Um dort das Zentrum auf 100.000 qm Fläche bauen zu können, muss im Umkreis die Eilenriede (einst königliches Jagdgebiet) abgeholzt werden. Das wird einen Aufschrei durch ganz Hannover geben, doch dann ist es dafür zu spät.
5. Die EXPO-Plaza ist ein Hochschulgebiet der Stadt ohne Infrastruktur und Anbindung zur Stadt. Stadtplanerisch ist unverständlich, sich mit einer Halle der geplanten Größe die Anbindung des ehemaligen EXPO-Geländes vom südlichen Stadtrand abzuschneiden. Was soll das?
Aus diesen Gründen setzt sich pro.kronsberg als Mitglied des Landesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz
(LBU) Niedersachsen e. V. dafür ein, den Bau der Mega-Halle auf der Fläche „Östliche Weltausstellungsallee“ zu verhindern.
AMAZON in die Region und den Wohn- und Gewerbepark.kronsberg auf die Fläche. Das ist wirtschaftlicher und vor allem mit weniger Folgen für Anlieger, Umwelt und Natur verbunden.
Donnerstag, 17. Mai 2012
Bilderimpressionen vom Frühschoppen am 17. Mai 2012
Himmelfahrt „Familienfrühschoppen“ auf dem Gelände „Östliche Weltausstellungsallee“
Zum dritten Mal hatte pro.kronsberg eingeladen, um gegen den Bau einer Mega-Halle auf dem Gelände zu demonstrieren. Nach „101 Luftballons“ und „Zeigt Flagge, bevor die Bagger kommen“ wurde ganz friedlich, ohne Vatertagskrawalle wie andernorts, ein Familienfrühschoppen veranstaltet.
Blauer Himmel und Sonne begrüßten die Teilnehmer. Hunderte, zumeist junge Paare mit Kleinkindern, genossen Kuchen und Kaffee, Getränke und Grillwurst, informierten sich und hatten Spaß bei den vielfältigen Angeboten. Um das Essen zu organisieren, konnte pro.kronsberg auf das logistische Knowhow der Siedlergemeinschaft Hannover Seelhorst zurückgreifen.
Kinderschminken, Button-Maschine sowie Sandsäckchen basteln, befanden sich unter einem Pavillon, unter dem Frau Barke und Frau Heintze viel zu tun hatten. Sportliche Aktionen, die von Herrn Schneemann begleitet wurden, fanden ebenso Anklang wie die Tombola. Jedes Los gab einen Gewinn.
Es kam zur Welturaufführung von dem „Song des Kronsberg-Fuchses“ von Rudi Rotfuchs alias Hans Heintze. Für jedermann verständlich vermittelt das Lied die Probleme der geplanten Ansiedlung.
Über die Ansiedlung wurden viele Gespräche geführt, insbesondere an dem Modell, das die Halle im Maßstab 1/87 (Modelleisenbahn H0) gezeigt hat. Hier waren viele erschrocken, wie riesig die Halle im Verhältnis zu einem Siedlungshaus, LKW oder Mensch sein wird. „Unvorstellbar riesig“ war die einhellige Meinung.
Um die Kosten für gerichtliche Schritte gegen die Ansiedlung abzudecken, wurden Anleihen angeboten. Die pro.kronsberg Anleihen werden in unterschiedlichen Beträgen angeboten und können nach wie vor bei pro.kronsberg erstanden werden. Beim Gewinn eines Rechtsstreits besteht die Möglichkeit, dass die Kosten erstattet werden. In diesem Fall garantiert pro.kronsberg die Rückerstattung an die Geldgeber, wenn sie dies wünschen.
Einfache Geldspenden sind über den Blog möglich. Auf den Blog wurde dafür ein „PayPal“-Button eingestellt.
Es wird weitere Veranstaltungen von pro.kronsberg geben. Angedacht sind Fahrrad- und Rollatorendemonstrationen nach dem Motto „Vater, Mutter, Tochter, Sohn radeln gegen AMAZON“. Näheres wird im Blog www.prokronsberg.blogspot.com sowie unter Facebook veröffentlicht.
All diejenigen, die sich fragen, wo denn die Bänder zur Baumpatenaktion geblieben sind, hier die Auflösung: nach polizeilicher Anordnung wurden die Bänder noch vor der Industriemesse entfernt.
Wir mögen unsern grünen Berg und nicht den grünen Gartenzwerg
Der Song vom Kronsberg-Fuchs
Melodie: Ein Vogel wollte Hochzeit machen Text: Rudi Rotfuchs
1. Am Kronsberg wohnt ein roter Fuchs, /der ist von ziemlich kleinem Wuchs. /: Gib acht, gib acht! Gib acht, gib acht, was man mit dem Kronsberg macht! :/
2. Ein Hase sitzt am Kronsberg-Feld, /die langen Ohren aufgestellt. /: Gib acht, gib acht! Gib acht, gib acht, was man mit dem Kronsberg macht.:/
3. Der Regenpfeifer ist nicht weit, / er pfeift im bunten Federkleid: /: Gib acht, gib acht! Gib acht, gib acht, was man mit dem Kronsberg macht!:/
4. Was machen denn die Bagger dort? /Die sind hier echt am falschen Ort! /: Gib acht, gib acht! Gib acht, gib acht, was man mit dem Kronsberg macht!:/
5. Der Vater sagt zu seinem Sohn: / Die baggern schon für Amazon! /: Gib acht, gib acht! Gib acht, gib acht, was man mit dem Kronsberg macht.:/
6. Hier soll `ne Riesenhalle stehn, /dann ist vom Berg nichts mehr zu sehn./: Gib acht, gib acht! Gib acht, gib acht, was man mit dem Kronsberg macht.:/
7. Logistikzentrum heißt der Bau, / doch niemand weiß das so genau./: Gib acht, gib acht. Gib acht, gib acht, was man mit dem Kronsberg macht.:/
8. Hier läuft die Arbeit Tag und Nacht,/ die schuften, dass die Schwarte kracht. /: Gib acht, gib acht! Gib acht, gib acht, was man mit dem Kronsberg macht.:/
9. Da kommt ein großer Laster her,/ und sein Container ist ganz schwer. /: Gib acht, gib acht! Gib acht, gib acht, was man mit dem Kronsberg macht.:/
10. Und kommen tausend LKW, dann tun dem Fuchs die Ohren weh./: Gib acht, gib acht! Gib acht, gib acht, was man mit dem Kronsberg macht.:/
11. Der Lärm und der Benzingestank, die machen auch die Hasen krank. /: Gib acht, gib acht! Gib acht, gib acht, was man mit dem Kronsberg macht!:/
12. Auch für die Kinder ist nicht gut, was sich auf dem Gelände tut. /: Gib acht, gib acht! Gib acht, gib acht, was man mit dem Kronsberg macht.:/
13. Denn der Verkehr ist großer Mist, weil er für uns gefährlich ist./: Gib acht, gib acht! Gib acht, gib acht, was man mit dem Kronsberg macht.:/
14. Drum Mutter, Vater, Tochter, Sohn, sie wollen hier kein Amazon! /:Und sie geben acht, und sie geben acht, was man hier am Kronsberg macht.:/
15. Wir mögen unsern grünen Berg und nicht den grünen Gartenzwerg. /: Wer sich nicht wehrt, wer sich nicht wehrt, ja, der lebt total verkehrt!:/
Mittwoch, 16. Mai 2012
Dienstag, 15. Mai 2012
Aufruf: Pro Kronsberg braucht Unterstützung - Sparkasse Hannover Konto Nr. 910099642 BLZ 250 501 80
Sparkasse Hannover
Konto Nr. 910099642
BLZ 250 501 80
Sehr geehrte Damen und Herren, pro.kronsberg hat wie Sie gehofft, mit kreativen Ideen, Einholen und Weitergabe von Informationen, Aktionen, Gesprächen mit Fraktionen, Fragen in Bezirksratssitzungen und Ihrer Unterstützung, es zu schaffen, dass die Bauleitpläne "Östliche Weltausstellungsallee" nicht geändert werden. Die Hoffnung hat sich nicht erfüllt.
Am Freitag steht in der Zeitung, dass alle Fraktionen bis auf die Linken zugestimmt haben, Amazon den roten Teppich auf der grünen Wiese auszubreiten.
Nun ist die Initiative als GbR gestartet, weil wir auf Herrn Weils Worte vertraut haben, dass der Nutzer nicht kommt, wenn er nicht das Weihnachtsgeschäft 2012 mitnehmen könne. Die bereits erreichten Verzögerungen hätten gereicht. Das Vertrauen war leider unbegründet. Das Verfahren dauert noch an, ist aber noch nicht abgeschlossen! Die Arbeit von pro.kronsberg, im Interesse der Anlieger wie der Stadt eine ökonomisch wie ökologisch sinnvolle Lösung zu erhalten, geht weiter.
Daher hat die Initiative bereits vor ein paar Tagen begonnen, sich in einen eingetragenen Verein umzuwandeln. Können Sie sich vorstellen, als Mitglied dort Ihre Erfahrungen einzubringen?
Nach der Bekanntmachung des Änderungsbeschlusses beginnt dessen Auslegung. Die Auslegung dauert einen Monat. In diesem Monat müssen sämtliche Einwendungen, die Anlieger haben, vorgebracht werden. Wir werden eine Schreibwerkstatt dafür einrichten. Je mehr Einwendungen individuell verfasst sind, um so besser. Der von der Verwaltung angedachte Zeitplan liegt an.
Nun beginnt also die nächste Phase dessen, was sich Bürgerbeteiligung nennt.
Bitte seien Sie daher auch ein Multiplikator und sprechen andere Menschen an, von denen Sie sich vorstellen können, sich in dieser Sache zu engagieren.
Näheres finden Sie weiterhin auf dem Blog http://www.prokronsberg.blogspot.com/ oder seit neustem auch bei Facebook unter http://www.facebook.com/?sk=welcome#%21/profile.php?id=100003561538498.
Näheres finden Sie weiterhin auf dem Blog http://www.prokronsberg.blogspot.com/ oder seit neustem auch bei Facebook unter http://www.facebook.com/?sk=welcome#%21/profile.php?id=100003561538498.
Mit freundlichen Grüßen
Antje Torlage
Schriftführerin pro.kronsberg
Montag, 14. Mai 2012
Lesermeinung: Bagger rollen am Kronsberg! - LOGISTIK-HALLE: BAGGER ROLLEN AM KRONSBERG!
Von: hheintze
An: hannover@neuepresse.de
Datum: 14. Mai 2012 um 23:21
Betreff: Lesermeinung: Bagger rollen am Kronsberg!
An die Lokalredaktion der NP:
_____________________________
Guten Tag!
Heute sind die ersten Bagger am Kronsberg aufgetaucht, zur
Vorbereitung von Baumaßnahmen, die noch gar nicht beschlossen und
genehmigt sind, mitten in der Phase, in der die Bürger Einwendungen
erheben können.
Das ist ein eklatanter Verstoß gegen alle Grundsätze von Bürgerbeteiligung
und höhlt wichtige demokratische Regeln aus. Ich bin darüber so entsetzt,
dass ich Ihnen einen Leserbrief geschrieben habe. Den Brief sende ich mit
dieser Mail.
Vielen Dank fürs Lesen- und besonders für den Fall, dass Sie ihn
abdrucken! (Mit ggf. nötigen Kürzungen bin ich einverstanden.)
Hans Heintze, Lange-Hop-Str.146, 30539 Hannover, Tel. 883056
------------------------------------------------------------------
LOGISTIK-HALLE: BAGGER ROLLEN AM KRONSBERG!
Ein starkes Stück: Seit heute rollen die Bagger am Kronsberg. Es geht um die umstrittene Logistikhalle, die Amazon (vielleicht) am Fuße des Kronsbergs bauen will. Das soll ein Megabau werden: 17 Fuß-
ballfelder groß, mitten zwischen drei bisher wertvollen Wohngebieten, die zu den kinderreichsten Vierteln Hannovers zählen. Man rechnet mit täglich 1000 LKWs, die das Logistikzentrum ansteuern und verlassen.
Ein bedrohlicher Schwerlastverkehr, der durch die Wohngebiete drängen wird, wenn der Messeschnellweg dicht ist - also fast täglich und besonders während der Messen.Diese Sorge brachte auch den rotgrün dominierten Bezirksrat in Bemerode dazu, gegen das rotgrüne Vorhaben zu stimmen: 18 gegen 1!
An: hannover@neuepresse.de
Datum: 14. Mai 2012 um 23:21
Betreff: Lesermeinung: Bagger rollen am Kronsberg!
An die Lokalredaktion der NP:
_____________________________
Guten Tag!
Heute sind die ersten Bagger am Kronsberg aufgetaucht, zur
Vorbereitung von Baumaßnahmen, die noch gar nicht beschlossen und
genehmigt sind, mitten in der Phase, in der die Bürger Einwendungen
erheben können.
Das ist ein eklatanter Verstoß gegen alle Grundsätze von Bürgerbeteiligung
und höhlt wichtige demokratische Regeln aus. Ich bin darüber so entsetzt,
dass ich Ihnen einen Leserbrief geschrieben habe. Den Brief sende ich mit
dieser Mail.
Vielen Dank fürs Lesen- und besonders für den Fall, dass Sie ihn
abdrucken! (Mit ggf. nötigen Kürzungen bin ich einverstanden.)
Hans Heintze, Lange-Hop-Str.146, 30539 Hannover, Tel. 883056
------------------------------------------------------------------
LOGISTIK-HALLE: BAGGER ROLLEN AM KRONSBERG!
Ein starkes Stück: Seit heute rollen die Bagger am Kronsberg. Es geht um die umstrittene Logistikhalle, die Amazon (vielleicht) am Fuße des Kronsbergs bauen will. Das soll ein Megabau werden: 17 Fuß-
ballfelder groß, mitten zwischen drei bisher wertvollen Wohngebieten, die zu den kinderreichsten Vierteln Hannovers zählen. Man rechnet mit täglich 1000 LKWs, die das Logistikzentrum ansteuern und verlassen.
Ein bedrohlicher Schwerlastverkehr, der durch die Wohngebiete drängen wird, wenn der Messeschnellweg dicht ist - also fast täglich und besonders während der Messen.Diese Sorge brachte auch den rotgrün dominierten Bezirksrat in Bemerode dazu, gegen das rotgrüne Vorhaben zu stimmen: 18 gegen 1!
Hans Mönninghoffs Antwort: Am nächsten Tag fuhren schon die ersten Bodenbohrer vor.
Seit ein paar Tagen erst läuft die Einwendungsfrist für die betroffenen Bürger. Denn noch ist nichts endgültig beschlossen. Nicht einmal der Investor hat sich geoutet.(Eine eigenwillige Form der Bürgerinformation!) Und doch versucht die Stadt, schon jetzt Fakten zu schaffen: Vogelschutzhecken wurden abgehackt, während der Brutzeit. Lange Röhren wurden angekarrt.
Und seit heute rollen die Bagger.
Ein Lehrstück dafür, was diese Stadtverwaltung unter Bürgerbeteiligung versteht! Die Bürger sollen denken, alles sei schon gelaufen. Aber die streitbare Bürgerinitiative "pro Kronsberg" gibt nicht auf. Sie rechnet sich gute Chancen aus, die Halle noch zu verhindern, und sie hat eine echte Alternative entworfen: den "Park Kronsberg", ein gemischtes Wohn- und Gewerbegebiet, und zwar für 2000 solide Arbeitsplätze.
Die enttäuschten Bemeroder Bürger in Kronsberg, Emslandviertel und der schönen Siedlung Seelhorst wehren sich, und die Gegenwehr nimmt zu.
Hans Mönninghoff und Stephan Weil werden sich noch wundern.
Hans Heintze, Hannover
Abonnieren
Posts (Atom)












