Montag, 9. Juli 2012
Donnerstag, 5. Juli 2012
Mittwoch, 4. Juli 2012
Dienstag, 3. Juli 2012
Netrada statt Amazon - Und nun?
Distributionszentrum von Netrada nur unwesentlich verträglicher als das ursprünglich geplante Vorhaben von Amazon
Die Stadt Hannover ist zutiefst verärgert über die Verzögerungen bei den Verhandlungen mit Amazon. Zunehmende Irritationen habe die Stadt im Verlauf der Verhandlungen zur Kenntnis nehmen müssen. Heute zog die Stadt Hannover ihre Konsequenzen. Eine vertrauensvolle und zielgerichtete Verhandlung sei mit dem weltweit führenden Onlineversender nicht mehr gegeben. Seit heute sind die Verhandlungen offiziell und unwiderbringlich gescheitert. Noch immer darf die Stadt den bisherigen Interessenten nicht beim Namen nennen. Ein politisches Armutszeugnis in Anbetracht der einseitigen Vorleistungen in Höhe von ungefähr 3 Millionen Euro zuzüglich der Kosten für die Gutachten von einer viertel Million Euro.
Die LH Hanover die Verhandlungen mit Amazon ergebnislos abgebrochen
Die Stadt Hannover ist zutiefst verärgert über die Verzögerungen bei den Verhandlungen mit Amazon. Zunehmende Irritationen habe die Stadt im Verlauf der Verhandlungen zur Kenntnis nehmen müssen. Heute zog die Stadt Hannover ihre Konsequenzen. Eine vertrauensvolle und zielgerichtete Verhandlung sei mit dem weltweit führenden Onlineversender nicht mehr gegeben. Seit heute sind die Verhandlungen offiziell und unwiderbringlich gescheitert. Noch immer darf die Stadt den bisherigen Interessenten nicht beim Namen nennen. Ein politisches Armutszeugnis in Anbetracht der einseitigen Vorleistungen in Höhe von ungefähr 3 Millionen Euro zuzüglich der Kosten für die Gutachten von einer viertel Million Euro.
Die LH Hanover die Verhandlungen mit Amazon ergebnislos abgebrochen
In den letzten zwei Monaten fanden diskrete Verhandlungen mit einem lokalen Nebeneinsteiger aus Garbsen statt. Der Online-Versand-Dienstleister Netrada interessiert sich ebenfalls für den Bau eines neuen Distributionszentrums in Hannover. Die Verhandlungen verliefen laut dem Oberbürgermeister Weil zügig und konsensual. Ab dem ersten Halbjahr 2014 sollen 500 Menschen in dem ersten Bauabschnitt der 50.000 Quadratmeter großen Halle östlich des Messegeländes eine neue sozialversicherungspflichtige Arbeit finden, teilte die Stadt Hannover am Dienstag auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz mit. Geplanter Baubeginn auf der 114.000 qm großen Fläche ist für November 2012 vorgesehen. Für die Öffentlichkeit völlig verblüffend: die Details mit dem eCommerce Unternehmen Netrada sind bereits alle "schlussverhandelt". Der Notartermin erfolgt in den nächsten Tagen und ist vorbehaltlich der Gremienzustimmung am 20. September. Auch die Region Hannover muss dem Vorhaben der Stadt Hannover erst noch zustimmen.
Die Verwaltung unterrichtete bereits heute Nachmittag direkt im Anschluss an die Pressekonferenz darüber, dass sie am 03.07.2012 eine Beschlussdrucksache in die Ratsgremien eingebracht hat, mit der ermöglicht werden soll, dass die Firma Netrada in Hannover in drei Baustufen ein Distributionszentrum zu errichten plant. Netrada habe laut Oberbürgermeister Stephan Weil den Zuschlag erhalten, weil die Gesellschaft angeblich alle Vorgaben der Stadt hinsichtlich Verkehr, Arbeitsplätze und energetische Anforderungen erfüllt habe. Der komplette Lkw-Verkehr soll über den Messeschnellweg abgewickelt werden. Netrada ging aus der Firma Heycom hervor und ist Europas größter Dienstleister im E-Commerce für Textilien. Zu den Kunden zählen Marken wie C&A, Esprit, Hugo Boss und Puma. Firmensitz ist Garbsen bei Hannover. Der Anbieter offeriert seine Dienstleistung für die gesamte wirtschaftliche Wertschöpfungskette, von der Kommissionierung bis zum Versand und der arbeitsintensiven Abwicklung (waschen, bügeln) von Retouren. Sogar die Online-Shops werden - für den Endkunden nicht ersichtlich - auf einer eigenen Web-Plattform betrieben und gehostet. Das neue Distributionszentrum sei eine Voraussetzung zur Abschöpfung der weiteren Wachstumspotenziale.
Die Initiative pro.kronsberg wird sich weiter vehement für die Interessen der Anwohner einsetzen
Auch wenn das neue Ansiedlungsvorhaben verträglicher erscheint, sind die Bedenken nicht kleiner geworden. Das Vorgehen der Stadt ist ein erneuter Affront für die betroffenen Bürger und Anwohner. In der dritten Ausbaustufe ist die bebaute und versiegelte Fläche sogar größer als bei einer Ansiedlung durch Amazon. Die Planung basiert auf einem Dreistufen-Konzept. Erst 50.000 qm für 500 Arbeitsplätze, dann nochmal 50.000 qm für weitere 500 Arbeitsplätze und dann 30.000 qm für nochmal 800 Mitarbeiter (Verwaltung). Nun ist zwar die Mega-Logistikhalle von ½ km mal ¼ km bzw. fast 110.000 qm für Amazon zwar nicht mehr relevant. Dies gilt jedoch nicht für die Planungen der Stadt, die Bauleitpläne für die Ermöglichung einer Mega-Logistikhalle zu ändern. Die jetzt geplanten drei Hallenkomplexe von Netrada sollen in der Endausbaustufe bis zum Jahr 2020 dann 130.000 qm umfassen.
Die Initiative pro.kronsberg setzt sich dafür ein, dass eine große Fläche zwischen dem Kronsberg und Mittelfeld gewerblich und privat so bebaut wird, wie dies ökonomisch und ökologisch zur EXPO konzipiert wurde. Hierzu hat die Initiative vertrauensvolle Gespräche mit Hannover 96 geführt und sogar einen Wohn- und Gewerbepark.kronsberg (www.park-kronsberg.de) entwickelt.
Informationen zum Unternehmen
Die heutige NETRADA wurde im Jahr 1997 unter dem Firmennamen Heycom gegründet und 2007 in den D+S-Konzern integriert. 2009 wurden alle Einzeldienstleistungen des E-Commerce-Segments des D+S-Konzerns unter der neuen Marke NETRADA zusammengefasst. Im Zuge einer strategischen Neuausrichtung der früheren D+S wurde die Muttergesellschaft der NETRADA Europe GmbH, die D+S Europe GmbH, Anfang 2012 in Netrada Holding GmbH umfirmiert. NETRADA ist Europas größter Dienstleister im Fashion E-Commerce und bietet seit 15 Jahren Full-Service E-Commerce-Lösungen in den Bereichen Fashion, Beauty und Lifestyle an. Das Unternehmen betreibt mit mehr als 2.500 Mitarbeitern/innen und Logistikzentren in Europa, Asien und Nordamerika weltweit über 70 Länder-Online-Shops. Die Versandkapazität liegt bei bis zu 140.000 Sendungen pro Tag. In Europa vertreibt NETRADA u. a. folgende Marken: Esprit, Hugo Boss, C&A, Tommy Hilfiger, Puma, Görtz, Lacoste, Triumph, Buffalo, Basler, DIM. In der Region Hannover hat NETRADA Standorte in Garbsen, Langenhagen und Lehrte sowie seit 2011 auch eine Niederlassung mit ca. 200 Arbeitsplätzen in der Wohlenbergstraße in Hannover. Insgesamt hatte NETRADA in der Region Hannover im Jahr 2011 durchschnittlich 1.474 Dauerarbeitsplätze (einschl. nur 106 Zeitarbeitskräfte). Das Unternehmen expandiert und beabsichtigt jetzt mit der Errichtung der neuen Anlage in Hannover den weiteren Ausbau, der auch mit einem Anstieg der Arbeitsplätze verbunden sein wird.
Die Stadt sollte sich nach dem Scheitern mit Amazon neu orientieren und endlich mit den betroffenen Anliegern und dem Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz ein einvernehmliches Konzept erarbeiten, das Mensch, Natur und Zukunft genügend berücksichtigt und die Anwohner nicht schon wieder vor vollendete Tatsachen stellt.
Text: Jens Fleischhacker
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Montag, 2. Juli 2012
Droht eine peinliche Schlappe für die Stadt Hannover?
Vorerst doch keine Logistikhalle für Amazon
Der Onlineversender Amazon hat sich immer noch nicht dazu bekannt in Hannover anzusiedeln.
Dabei hat die Stadt Hannover im September letzten Jahres mitgeteilt, auf Anfrage von Amazon eine riesige Fläche gegenüber der deutschen Messe AG für den Globalplayer herzurichten. Teure Gutachten wurden erstellt und erste Arbeiten von enercity stattgefunden - mitten in der Brut- und Setzzeit! Warum hat sich Amazon bis jetzt nicht bekannt? Wahrscheinlich ist, dass deren Justitiare erkannt haben, dass die Arbeit der Verwaltung so schlecht war, dass sich die Einwohner und der Landesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz LBU Niedersachsen e. V. mit ihren Einwendunge bei Gericht durchsetzen werden.
Und so werden kopflose Irrungen und Wirrungen in Hannover bekannt: Die "Neue Presse" (NP) hatte bereits am Freitag und die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" (HAZ) am Wochenende berichtet, dass die Stadt Hannover für 4,3 Millionen Euro Parkplatzflächen an der Emmy-Noether-Allee von der Deutschen Messe AG gekauft habe, um die Voraussetzungen für die Ansiedlung des Internetriesen Amazon zu schaffen. Jetzt wird zurückgerudert: Der Kauf wurde nicht vollzogen. Die Deutsche Messe AG betrachtet den Beschluss des Aufsichtsrat auf seiner jüngsten Sitzung als einen Vorratsbeschluss, um das Gelände bis zum Jahr 2017 für 4,3 Millionen Euro verkaufen zu dürfen.
Es bietet sich förmlich an das Sport- und Leistungszentrum von Hannover 96 auf der Fläche südlich der Emmy-Noether-Allee anzusiedeln. Dies würde eine großflächige Abholzung von wertvollen Waldflächen in der Eilienriede am Zoo (ehemaliges königliches Jagdgebiet und bis jetzt im Eigentum der Menschen, die in Hannover leben) ersparen. Auch das Kombinationsflächenmodell des "Park Kronsberg" (http://www.park-kronsberg.de/) wäre eine valide Option. Die Initiative pro.kronsberg setzt sich daher weiterhin für die Beibehaltung der bestehende Bauleitpläne ein, um das Areal mit einer ökologisch und ökonomisch sinnvollen Variante zu bebauen und nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen.
Stattdessen scheitert die Stadt jetzt offensichtlich mit ihrem Versuch Amazon anzusiedeln. Ein teueres Scheitern, zumal die Stadt viel Geld für Gutachten und mittelbar für die Leitungsarbeiten dann in den Sand gesetzt hätte. Statt das Scheitern einzugestehen, wird ein neuer Interessent für eine Mega-Logistikhalle versucht, zu präsentieren. An den Problemen - Altlast, Verkehr, Feinstaub etc. - ändert das nichts. Im Gegenteil: Fraglich ist, was der Betrieb eines Modelagers für unerwartete Folgen haben wird. Dies müßte gutachterlich abgeklärt werden. Will die Stadt also noch mehr Geld in den Sand setzen?
Die Vorbereitungen der Leitungsverlegungen gehen derweil weiter: Die Stadtverwaltung arbeitet an der Änderung der Bebauungspläne. Diese sollen spätestens im Herbst vom Rat abgesegnet werden.
Text: Jens Fleischhacker
Der Onlineversender Amazon hat sich immer noch nicht dazu bekannt in Hannover anzusiedeln.
Dabei hat die Stadt Hannover im September letzten Jahres mitgeteilt, auf Anfrage von Amazon eine riesige Fläche gegenüber der deutschen Messe AG für den Globalplayer herzurichten. Teure Gutachten wurden erstellt und erste Arbeiten von enercity stattgefunden - mitten in der Brut- und Setzzeit! Warum hat sich Amazon bis jetzt nicht bekannt? Wahrscheinlich ist, dass deren Justitiare erkannt haben, dass die Arbeit der Verwaltung so schlecht war, dass sich die Einwohner und der Landesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz LBU Niedersachsen e. V. mit ihren Einwendunge bei Gericht durchsetzen werden.
Und so werden kopflose Irrungen und Wirrungen in Hannover bekannt: Die "Neue Presse" (NP) hatte bereits am Freitag und die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" (HAZ) am Wochenende berichtet, dass die Stadt Hannover für 4,3 Millionen Euro Parkplatzflächen an der Emmy-Noether-Allee von der Deutschen Messe AG gekauft habe, um die Voraussetzungen für die Ansiedlung des Internetriesen Amazon zu schaffen. Jetzt wird zurückgerudert: Der Kauf wurde nicht vollzogen. Die Deutsche Messe AG betrachtet den Beschluss des Aufsichtsrat auf seiner jüngsten Sitzung als einen Vorratsbeschluss, um das Gelände bis zum Jahr 2017 für 4,3 Millionen Euro verkaufen zu dürfen.
Gestern Abend erfolgte die kurzfristige Einladung vom Sprecher der LH Hannover Andreas Möser zu heute Mittag um 12:30 Uhr in das neue Rathaus, um den aktuellen Planungsstand zu erläutern. Angeblich habe die Stadt überhaupt nicht vor, das Gelände zu kaufen. Die LH Hannover sieht hier den möglichen Investor in der Pflicht. Vermutlich wird heute ein neuer interessierter Investor präsentiert. Offensichtlich um die Verhandlungsposition zu stärken und um das Investoren-Duo Amazon/Goodman aus der Reserve zu locken.
Das "Hin und Her" um die Ansiedlung von Amazon und die geplante Ansiedlung eines Logistikzentrums östlich der Weltaustellungsallee läuft bereits seit über 10 Monaten. Die Landeshauptstadt Hannover hat im vorigen Herbst das Bauleitverfahren zur Ansiedlung eines großen Distributionszentrums östlich des Messegeländes gestartet. Ursprünglicher Anlass war das Interesse von Amazon. Erst seit Mitte Januar diesen Jahres versucht die Stadt, die Bauleitplanung unabhängig von einem bestimmten Interessenten zu ändern. Die Investoren Goodmann und Amazon halten sich über eine mögliche Entscheidung immer noch vollständig bedeckt und sich alle Optionen offen. Die Stadt ist zwischenzeitlich sehr verärgert und sucht nun nach alternativen Investoren. Dies obwohl es bereits - wie durch die Initiative pro.kronsberg e.V. mehrfach aufgezeigt - durchaus geeignete Varianten gibt:
Das "Hin und Her" um die Ansiedlung von Amazon und die geplante Ansiedlung eines Logistikzentrums östlich der Weltaustellungsallee läuft bereits seit über 10 Monaten. Die Landeshauptstadt Hannover hat im vorigen Herbst das Bauleitverfahren zur Ansiedlung eines großen Distributionszentrums östlich des Messegeländes gestartet. Ursprünglicher Anlass war das Interesse von Amazon. Erst seit Mitte Januar diesen Jahres versucht die Stadt, die Bauleitplanung unabhängig von einem bestimmten Interessenten zu ändern. Die Investoren Goodmann und Amazon halten sich über eine mögliche Entscheidung immer noch vollständig bedeckt und sich alle Optionen offen. Die Stadt ist zwischenzeitlich sehr verärgert und sucht nun nach alternativen Investoren. Dies obwohl es bereits - wie durch die Initiative pro.kronsberg e.V. mehrfach aufgezeigt - durchaus geeignete Varianten gibt:
Es bietet sich förmlich an das Sport- und Leistungszentrum von Hannover 96 auf der Fläche südlich der Emmy-Noether-Allee anzusiedeln. Dies würde eine großflächige Abholzung von wertvollen Waldflächen in der Eilienriede am Zoo (ehemaliges königliches Jagdgebiet und bis jetzt im Eigentum der Menschen, die in Hannover leben) ersparen. Auch das Kombinationsflächenmodell des "Park Kronsberg" (http://www.park-kronsberg.de/) wäre eine valide Option. Die Initiative pro.kronsberg setzt sich daher weiterhin für die Beibehaltung der bestehende Bauleitpläne ein, um das Areal mit einer ökologisch und ökonomisch sinnvollen Variante zu bebauen und nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen.
Stattdessen scheitert die Stadt jetzt offensichtlich mit ihrem Versuch Amazon anzusiedeln. Ein teueres Scheitern, zumal die Stadt viel Geld für Gutachten und mittelbar für die Leitungsarbeiten dann in den Sand gesetzt hätte. Statt das Scheitern einzugestehen, wird ein neuer Interessent für eine Mega-Logistikhalle versucht, zu präsentieren. An den Problemen - Altlast, Verkehr, Feinstaub etc. - ändert das nichts. Im Gegenteil: Fraglich ist, was der Betrieb eines Modelagers für unerwartete Folgen haben wird. Dies müßte gutachterlich abgeklärt werden. Will die Stadt also noch mehr Geld in den Sand setzen?
Text: Jens Fleischhacker
Geplante B-Plan Änderung: Visualisierung der Halle mit ihren gewaltigen Dimensionen
Visualisierung der Halle mit ihren gewaltigen Dimensionen
Die Planungen und Vorbereitungen für die Ansiedlung von Amazon oder Netrada schreiten voran. Dies obwohl sich keiner der beiden Onlineversender immer noch nicht öffentlich dazu bekennt. Anscheinend sind dem Internetriesen die Folgen einer möglichen Klage und die Klagemöglichkeiten seitens pro.kronsberg durchaus bewußt. Wir möchten hier nochmal an die Spendenbereitschaft appellieren.
Die Planungen und Vorbereitungen für die Ansiedlung von Amazon oder Netrada schreiten voran. Dies obwohl sich keiner der beiden Onlineversender immer noch nicht öffentlich dazu bekennt. Anscheinend sind dem Internetriesen die Folgen einer möglichen Klage und die Klagemöglichkeiten seitens pro.kronsberg durchaus bewußt. Wir möchten hier nochmal an die Spendenbereitschaft appellieren.
Die Abmessungen der Halle überschreiten die Vorstellungskraft vieler Mitmenschen
Der Größenvergleich zum "kleinen" Gebäude der Finanz Informatik verdeutlicht nochmal die Dimensionen der geplanten Halle in günstiger Skelletbauweise. Soweit bekannt, soll das Gebäude bis zu ½ Kilometer lang und ¼ Kilometer breit und 14 bis 18 Meter hoch werden. Dies inmitten zwischen drei wichtigen Wohngebieten: der schönen, traditionsreichen Siedlung Seelhorst, dem modernen, familienfreundlichen Emslandviertel und der vielgepriesenen Ökosiedlung Kronsberg. Viele Häuser der angrenzenden Wohngebiete passen problemlos in das 16 Fussball-Felder große Gebäude. Und wenn dann nicht nur die Fläche, sondern auch das Volumen betrachtet wird, dürfte dem Letzten klar werden, dass diese Halle HIER an dieser geplanten Stelle völlig deplatziert erscheint. Sie zerstört das Landschaftsbild. Die verkehrlichen Auswirkungen neben der Messe, wie aber auch die Auswirkungen der Lärm-, Wärme-, Licht und und Schmutz-Emissionen sind noch nicht vollständig absehbar. Auch das Grundwasserregime wird dadurch sehr negativ beeinflusst. Mit Folgen für die Stadtteile Mittelfeld und Döhren sowie die Waldgebiete der Seelhorst. Pro Kronsberg e.V. sich vehement für die Beibehaltung der Bauleitpläne ein, um das Areal mit einer ökologisch und ökonomisch sinnvollen Variante zu bebauen und nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen.
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| Gehört nicht an den Kronsberg - die geplante Halle des Onlineversenders |
Donnerstag, 28. Juni 2012
Die Mautpflicht für schwere Lkw wird ab dem (!) 01.08.2012 auf Bundesstraßen ausgedehnt
Die Mautpflicht für schwere Lkw wird auf rund 1.000 Kilometer Bundesstraßen ausgedehnt, die autobahnähnlich (bspw. 4-spurig) ausgebaut und an eine Bundesautobahn angebunden sind. Der Zeitpunkt des Beginns der Mauterhebung auf diesen Bundesstraßen wird durch eine entsprechende Rechtsverordnung festgelegt.
Ausweichverhalten der Maut-Muffel zu erwarten
Die für den 01. August 2012 geplante Einführung der Lkw-Maut auf Bundesstraßen basiert auf dem Bundesfernstraßenmautgesetz (BFStrMG), das am 19. Juli 2011 in Kraft getreten ist und das Autobahnmautgesetz (ABMG) abgelöst hat.
Was bedeutet das für Hannover, in und um Bemerode?
Die Mautpflicht auf Bundesstraßen ist ein weiterer Aspekt der die Standortauswahl für die Ansiedlung des Logistikzentrums neben der Messe, östlich der Weltaustellungsallee, als völlig ungeeignet erscheinen lassen. Vor Kurzem haben wir bereits auf die Forderung des IHK Niedersachsen verwiesen, der die verkehrlichen Kapazitäten um Hannover als erschöpft ansieht und dem bereits auf der Ursache heraus abwanderungswillige Unternehmen bekannt sind.
Für das Ansiedlungsvorhaben von Amazon bedeutet es, wenn DHL, Standort Anderten tatsächlich der Dienstleister wird und branchenüblich der Spediteur diese Kosten nicht weitergibt, werden die Fahrzeuge kostengünstig "durch" Bemerode fahren.
Text: Jens Fleischhacker
Quelleninfo (veröffentlich am 08.06.2012) zur Mauterhebung durch Toll-Collect ab dem 01. August 2012 ist das Bundesamt für Güterverkehr: http://www.bag.bund.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/2012/Maut_Bundesstra%C3%9Fen.htmll
Ausweichverhalten der Maut-Muffel zu erwarten
Die für den 01. August 2012 geplante Einführung der Lkw-Maut auf Bundesstraßen basiert auf dem Bundesfernstraßenmautgesetz (BFStrMG), das am 19. Juli 2011 in Kraft getreten ist und das Autobahnmautgesetz (ABMG) abgelöst hat.
Was bedeutet das für Hannover, in und um Bemerode?
Die für Hannover wichtigen Bundesstraßen B65 und B3 werden damit für schwere LKW mautpflichtig! Für Hannover - die B3, B6 und die B 65 werden ab dem 01.08.2012 zu mautpflichtigen 4-spurigen Bundesstraßen. In der Region werden knapp 40 Kilometer innerhalb der Region mautpflichtig. Durch die erweiterte LKW-Mautpflicht ist mit gravierenden Folgen für die verkehrlichen Auswirkungen in der Region Hannover, wie aber auch dem Stadtgebiet, zu rechnen. Der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) befürchtet, dass viele Lkw-Fahrer Umfahrungen durch Wohngebiete wählen könnten. Ein Umfahren der mautpflichtigen Strecken durch das hannoversche Stadtgebiet rechnet sich je nach Verkehrslage aufgrund der hohen Mautgebühren durchaus für die Speditionen.
Die Mautpflicht auf Bundesstraßen ist ein weiterer Aspekt der die Standortauswahl für die Ansiedlung des Logistikzentrums neben der Messe, östlich der Weltaustellungsallee, als völlig ungeeignet erscheinen lassen. Vor Kurzem haben wir bereits auf die Forderung des IHK Niedersachsen verwiesen, der die verkehrlichen Kapazitäten um Hannover als erschöpft ansieht und dem bereits auf der Ursache heraus abwanderungswillige Unternehmen bekannt sind.
Für das Ansiedlungsvorhaben von Amazon bedeutet es, wenn DHL, Standort Anderten tatsächlich der Dienstleister wird und branchenüblich der Spediteur diese Kosten nicht weitergibt, werden die Fahrzeuge kostengünstig "durch" Bemerode fahren.
Text: Jens Fleischhacker
Quelleninfo (veröffentlich am 08.06.2012) zur Mauterhebung durch Toll-Collect ab dem 01. August 2012 ist das Bundesamt für Güterverkehr: http://www.bag.bund.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/2012/Maut_Bundesstra%C3%9Fen.htmll
Mitarbeiter des Bundesamtes für Güterverkehr haben am Dienstag in Bernburg gezeigt, wie die mobile Mauterhebung auf Bundesstraßen technisch umgesetzt wird: http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1340687630943
HAZ vom 07.06.2012: http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Im-Stadtgebiet-von-Hannover-kommt-die-Lkw-Maut
HAZ vom 07.06.2012: http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Im-Stadtgebiet-von-Hannover-kommt-die-Lkw-Maut
Leserbrief "Zukunftsfähige Politik scheitert nicht am Geld" + "Stadt scheucht Lerchen auf - für Amazon"
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| Herr Mönninghoff hat im HAZ-Interview
aus Rio von Fr., d. 22.6. S .4, gezeigt, dass in Bezug auf die Amazon-Ansiedlung,
aber auch in Bezug auf einige andere umstrittene Entscheidungen und Bauvorhaben
(u.a. Baumfällungen in der Eilenriede zu rein wirtschaftlichen Zwecken)
Anspruch und Wirklichkeit in der Pollitik der Landeshauptstadt auseinanderklaffen. Den Widerspruch zwischen den hehren Zielen der Politik der Nachhaltigkeit und der Realität beweist auch die Tatsache, dass in Berlin demonstriert wurde gegen die klimaschädliche Stromversorgung der Amazon-Cloud (alles andere als "Green Economy"). http://www.greenpeace.de/themen/klima/presseerklaerungen/artikel/schwarze_wolke_verdreckt_die_amazon_cloud/ In der Studie " Nachhaltigkeitspotential deutscher Städte" von 18. Juni 2012 des renommierten Kieler Instituts für Weltwirtschaft von Juni 2012 ( s. BILD Hannover v. 20.6. ) belegt Hannover unter den 50 größten deutschen Städten nur Platz 36! http://www.ifw-kiel.de/wirtschaftspolitik/politikberatung/kiel-policy-brief/KPB_50.pdf http://www.wiwo.de/technologie/umwelt/nachhaltigkeit-stuttgart-ist-die-gruenste-stadt-deutschlands/6755574.html Bezeichnend ist die Tatsache, dass Hannover beim Teilranking "Umwelt" nur Platz 27 einnimmt, beim Teilranking "Ökonomische Nachhaltigkeit" an 31. und beim Teilranking "Energie und Verkehr" an 46. Stelle steht!! In der Gesamtwertung der 50 größten Städte steht z.B. Hamburg an 12. Stelle., Bremen überholt Hannover an 28. Stelle. 3 andere Großstädte aus Niedersachsen stehen weit vor Hannover. Die Auszeichnung an Hannover im Jahr 2011 als "Stadt der Biodiversität" der deutschen Umwelthilfe ( die sich im Übrigen vor allem aus privaten Spenden – vor allem aus Wirtschaftskreisen" finanziert ) relativiert sich umso mehr seit dieser Studie des Kieler Instiuts. |
Mittwoch, 20. Juni 2012
Flatterbänder zur Vertreibung von Singvögeln
In der HAZ-Ausgabe vom 20.Juni ist ein kritischer Artikel von Conrad von Meding zum Vorgehen der Stadt zur Ansiedlung des geplanten Logistikzentrums abgedruckt. Laut NABU legt die LH Hannover die Naturschutzgesetze sehr lax aus.
Um Versorgungsleitungen auf der Grünfläche am Expo-Gelände zu verlegen hat die Stadt jetzt mitten in der Brut- und Setzzeit von Singvögeln Flatterbänder aufgehängt. Diese flächendeckende Maßnahme hat zum Ziel die Vögel zu vertreiben.
Dies hindert insbesondere die vom Aussterben bedrohte Feldlerche, deren erster Brutvorgang gerade abgeschlossen ist, daran in das Areal für den zweiten Brutvorgang zurückzukehren.
Die Feldlerche ist ein Bodenbrüter. Es gab laut Auskunft der Bauarbeiter vor Ort eine Begehung mit Biologen. Wie sich jetzt heraustellt wurden demnach Nester gefunden. Die Argumentationslinie und Rechtfertigung der Stadt über diese Maßnahme Artenschutz zu betreiben ist zynisch, dem Bürger kaum vermittelbar und soweit uns bekannt zum jetzigen Zeitpunkt nicht durch eine explizite schriftliche Ausnahmegenehmigung gemäß Naturschutzgesetz gedeckt. Die Maßnahme mit den Flatterbändern ist auf jeden Fall effektiv: Die Lerche und andere Singvögel werden davon abgehalten trotz Schonzeit nicht in ihre Nester zurückkehren können. Mit ernst gemeintem Artenschutz ist dies nicht vereinbar.
Politik nach Gutsherrenart
Die Ratspolitik der LH Hannover verfolgt bei vielen Umwelt- und Naturschutz-Themen aktuell eine Politik nach Gutsherrenart. Als Beispiel der letzten Wochen seien hier der Affront des Dezerneten Herrn Mönninghoff gegenüber dem Eilenriedebeirat genannt, der geplante Abriss des denkmalgeschützten Eilenriedestadions und Abholzung von Eilenriedefläche zugunsten eines neues Sport- und Leistungszentrums oder auch die Abholzung von schützenswerten Waldflächen für ein Rückhaltebecken in der Seelhorst. Die Liste der Widersprüche liesse sich noch weiter fortsetzen. Viele Wähler der Grünen sind entsetzt, wie Ratspolitiker der Grünen aktuell den Umwelt- und Naturschutz auslegen und wirtschaftlichen Aspekten unterordnen.
Die Ratspolitik der LH Hannover verfolgt bei vielen Umwelt- und Naturschutz-Themen aktuell eine Politik nach Gutsherrenart. Als Beispiel der letzten Wochen seien hier der Affront des Dezerneten Herrn Mönninghoff gegenüber dem Eilenriedebeirat genannt, der geplante Abriss des denkmalgeschützten Eilenriedestadions und Abholzung von Eilenriedefläche zugunsten eines neues Sport- und Leistungszentrums oder auch die Abholzung von schützenswerten Waldflächen für ein Rückhaltebecken in der Seelhorst. Die Liste der Widersprüche liesse sich noch weiter fortsetzen. Viele Wähler der Grünen sind entsetzt, wie Ratspolitiker der Grünen aktuell den Umwelt- und Naturschutz auslegen und wirtschaftlichen Aspekten unterordnen.
Freitag, 8. Juni 2012
IHK Hannover schlägt Alarm: Verkehrliche Kapazitäten stoßen auf der A2 an ihre Grenzen. Erste Unternehmen drohen aus Hannover abzuwandern
In der aktuellen Juni-Ausgabe des IHK-Magazin "Die Niedersächsische Wirtschaft - Seite 8" wird aufgezeigt, welche essentielle Bedeutung ein leistungsfähiger Verkehrsfluss für die Wirtschaft hat. Für die Wirtschaft insgesamt und insbesondere für die in der Region Hannover sei die die A 2 eine Lebensader" wird der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Horst Schrage zitiert.
"Die A 2 ist bereits heute am Rande ihrer Leistungsfähigkeit angelangt. Einen weiteren Zuwachs kann sie kaum noch verkraften, er ist aber zu erwarten: 70 Prozent des Güterverkehrsaufkommens und 82 Prozent des Personenverkehrs werden in Deutschland auf der Straße abgewickelt. Bis zum Jahr 2050 ist mit einer Verdoppelung der Verkehrsleistung zu rechnen."
Die A 2 ist im Raum Hannover nicht nur besonders belastet: Die Autobahn ist gleichzeitig für den Wirtschaftsstandort von höchster Bedeutung.
Positionspapier: Download der IHK-Borschüre "Die Wirtschaft braucht eine leistungsfähige A2" als PDF
"Die A 2 ist bereits heute am Rande ihrer Leistungsfähigkeit angelangt. Einen weiteren Zuwachs kann sie kaum noch verkraften, er ist aber zu erwarten: 70 Prozent des Güterverkehrsaufkommens und 82 Prozent des Personenverkehrs werden in Deutschland auf der Straße abgewickelt. Bis zum Jahr 2050 ist mit einer Verdoppelung der Verkehrsleistung zu rechnen."
Die Kritikalität der verkehrlichen Situation für den Wirtschaftsstandort Hannover können kaum gravierender sein. Unternehmen haben dem IHK bereits angedeutet, dass sie die Situation sehr genau beobachten und in ihre Investitions- und Standortentscheidungen mit einbeziehen. Bei weiteren Verschlechterungen sei zu erwarten, dass Investitionen unterbleiben oder woanders erfolgen und mittelfristig seien auch Standortverlagerung weg von Hannover denkbar.
Die A 2 ist im Raum Hannover nicht nur besonders belastet: Die Autobahn ist gleichzeitig für den Wirtschaftsstandort von höchster Bedeutung.
Positionspapier: Download der IHK-Borschüre "Die Wirtschaft braucht eine leistungsfähige A2" als PDF
| FAZIT: Die lokale Politik ist gefordert dieses Alarmsignal aufzugreifen. Es zeigt wie kritisch weitere Ansiedlungen im Bereich Logistik sind. Und wie sie sich negativ auf die Attraktivität einer Region für andere Wirtschafstbereiche auswirken können. Investitionen wandern dann in andere verkehrlich weniger belastete Regionen und sogar Abwanderungen bestehender Unternehmungsstandorte können daraus schlimmstenfalls resultieren. Dies sind Fakten den sich die Politik nicht verschliessen darf. |
Text: Jens Fleischhacker
Mittwoch, 6. Juni 2012
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