Donnerstag, 16. Februar 2017

Zweiter Bauabschnitt: Weitere Bäume werden gefällt


Eilmeldung 16.02.2017

Die Stadt Hannover macht Ernst: obwohl die Stadt behauptet, an Biodiversität interessiert zu sein, werden immer wieder umfangreich Bäume gefällt, aktuell am südlichen Stadtrand von Hannover. An der Weltausstellungsallee soll ein zweiter Hallenkomplex gebaut werden. Die Bürgerinitiative pro.kronsberg – Mensch, Natur, Zukunft e. V. setzte sich dafür ein, die auf dem Areal vorhandenen Bäume statt abzuholzen, umzusetzen. 



Nun werden leider unwiderrufliche Fakten geschaffen – siehe Foto.

Donnerstag, 9. Februar 2017

Pressemitteilung v. 30.09.2016, 2. Bauabschnitt



Pressemitteilung vom 30.09.2016:


Der zweite Bauabschnitt der Logistikhalle steht bevor
Im August dieses Jahres wurde im Zuge der Vorbereitungen der geplanten weiteren Bebauung innerhalb des Vierecks Emmy-Noether-Allee/Stockholmer Allee (N/S) sowie Weltausstellungsallee/ Kattenbrookstrift (W/O) durch den Investor Verdion die Cousteaustrasse für den Individualverkehr geschlossen.

Auf dem Baugelände befinden sich mehrere hundert, ca. 30 Jahre alte Ahorn-, Linden- und Eschenbäume.

Die Initiative pro.kronsberg hatte sich deshalb zwischenzeitlich mit der Stadt Hannover in Verbindung gesetzt, um zu erreichen, dass die Bäume umgesetzt und damit erhalten werden. Dazu wurde der Stadt ein Kostenvoranschlag übermittelt. Eine Umsetzung könnte im Wege der erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen erfolgen.

Mit dieser Forderung greift die Initiative pro.kronsberg – Mensch, Natur, Zukunft e. V. – www.prokronsberg.blogspot.de – ein Anliegen des Herrn Oberbürgermeisters Stefan Schostok auf: Die Erhaltung des Stadtgrüns.

Pro.kronsberg
Andreas Grabbe
Schriftführer


Sonntag, 29. Mai 2016

Erdkabel? Strommasten sind nicht vom Tisch - Bürgerdialog am 02.06.2016 in Wülferode

Dialog zum künftigen Stromnetzausbau wischen Bürgern, Experten und Politikern Einladung zum Bürgerdialog, Do., 2. Juni ab 17.30 Uhr

 
Am Donnerstag, 02.06.2016, um 17.30 Uhr findet in Wülferode, Alte Schule, Kirchbichler Straße 6, 30539 Hannover, ein von der Südlink Bürgerinitiative Wülferode und dem Bündnis von Bürgerinitiativen in Niedersachsen für eine menschen- und umweltverträgliche Energieversorgung (Bü-BI-NI) organisierter Bürgerdialog mit Experten und Politikern zum Suedlink statt. 

Hierzu sind Sie herzlich eingeladen! Die Details können Sie den beigefügten Unterlagen entnehmen.



Downlkoad PDF: Einladung Veranstaltung Erdkabel
Download Word: Pressemitteilung zur Veranstaltung 2.6.2016

Sonntag, 4. Oktober 2015

Pressemitteilung, 3. Oktober 2015: Der nächste Kahlschlag: Cousteaustraße - Allee ADÉ


Der Finanzdienstleister und Eigentümer des Grundstückes der vom NETRADA-Nachfolger ARVATO genutzten Halle, der Immobilieninvestor VERDION, mit Hauptsitz in London sichert sich die erste Optionsfläche bei der Stadt Hannover. Das bedeutet, dass eine oder mehrere weitere Hallen mit einer Fläche von insgesamt ebenfalls 52.000 m² neben der bereits bestehenden, gebaut werden sollen. Der Verkauf des mehr als 80.000 m² großen Grundstücks von der Messe AG und der Stadt Hannover an VERDION soll laut Pressemitteilung Anfang 2017 erfolgen.

Was bedeutet das für uns Anlieger?

- die Lindenbäume, Teile der Allee der Cousteaustraße, werden gefällt
- die Ahornallee zwischen Cousteaustraße wird ebenfalls gefällt

Gemäß Bebauungsplan sind dafür, dass bereits Grün- und Naherholungsflächen vernichtet worden sind, Ausgleichsflächen ausgewiesen worden. Für den Riesenbau der Logistikhalle (ARVATO) zum Beispiel unter anderem der 4. Bauabschnitt des Park Kattenbrook. Zwar hat die Stadt nunmehr zusammen mit dem Geldgeber von VERDION – ohne Rücksicht auf die Brut- und Setzzeit– mit der Erweiterung der Parklandschaft begonnen, jedoch hat sich bislang auf der Fläche außer Erdumschichtungen nichts getan. Es bleibt bei unserer Frage, ob und wo hierfür weitere Ausgleichsflächen geschaffen werden? Kann die Ahornallee statt gefällt zu werden nicht um einige Meter versetzt werden?

  - die Cousteaustraße ist bereits entwidmet und wird geschlossen.

Was bedeutet das für den Verkehr?

Letztlich wird das die Zukunft zeigen.

VERDION schreibt allerdings, dass im geplanten Abschnitt „kleinteilige Logistik“ angesiedelt werden könne. Für die Initiative pro.kronsberg stellt sich damit die Frage, ob kleinteilig auch bedeutet, Zuliefererverkehre mit kleinen LKW? Fahren dann doch viele Sprinter durch die Wohngebiete?

Wie wird der Verkehr geführt, wenn durch die Erweiterung der IGS Kronsberg und dem neuen Baugebiet am Annastift Berufsbildungswerk noch zusätzlich wesentlich mehr Verkehr entsteht? Im Verkehrs- gutachten 2011 sind diese maßgeblichen Erweiterungen nicht berücksichtigt. Und bereits im Januar 2012 sprach der damalige Verkehrsgutachter davon, dass „der Verkehr ja nicht mehr als zusammenbrechen könne“!

Wird seitens der Stadt die Verkehrsentwicklung durch die diversen Neubauten überhaupt beachtet?

Gehören die aktuellen Pläne der IGS und der Neubaugebiete nicht auch zur jetzt geplanten Vergrößerung des Logistikstandortes? Für alle Verkehrsteilnehmer fällt die Cousteaustraße als Durchgangsstraße und Verbindung zwischen Hannovers Süden und Laatzen weg.

Die Autofahrer können trotz längerer Wege über die Kronsbergstraße oder Weltausstellungsallee relativ schnell ausweichen. Aber Radfahrer und Fußgänger? Der notwendige Umweg wirkt sich für sie schon deutlich unangenehmer aus.

Durch den Rückbau der Cousteaustraße werden erneut Leitungsverlegungs-arbeiten erforderlich.

Was kostet das für wen?

Die Kosten im höheren sechsstelligen Bereich bezahlt, so lässt die Stadtverwaltung mitteilen, nicht die Stadt, sondern das jeweilige Leitungsunternehmen, wie z. B. Stadtwerke/Enercity und Telekom.

Das bedeutet aber faktisch: Wir als Verbraucher, als Kunden, bezahlen das Neuverlegen der Leitungen, weder die Stadt noch der Investor! Genau wie seinerzeit beim Bau der NETRADA/ARVATO-Halle, als die Leitungsarbeiten circa 3,5 Million Euro gekostet haben!

Die Leitungsarbeiten sollen lt. Presse im Frühjahr 2016 beginnen. Das ist schon sehr bald!

Wie schützen Politik und Stadtverwaltung die Anwohner vor weiteren Umweltbelastungen wie Luft- und Lichtverschmutzung, Verkehrslärm, erhöhte Abgasbelastung durch wesentlich höheres Verkehrsaufkommen und Staus etc.? Hier reichen Lippenbekenntnisse, die Anwohner schützen zu wollen, nicht aus!

Gelten die von der Stadtverwaltung gegenüber Anwohnern gemachten Versprechen, z. B. dass die Wohnsiedlungen nicht durch zusätzlichen Verkehr zusätzlich belastet werden, für den/die neuen Betreiber?

Wir, die Initiative pro.kronsberg – Mensch, Natur, Zukunft e. V., bleiben „am Ball“, werden die Politiker und Verantwortlichen der Stadtverwaltung intensiv dazu befragen und werden weiterhin berichten.

Die Initiative trifft sich jeden 2. Dienstag. Die nächsten Treffen sind z. B. am 13. und 27. Oktober 2015, jeweils um 19 Uhr.



Donnerstag, 16. Juli 2015

Informationsveranstaltung Wohnquartier Annastift Mittelfeld


Hallo Zusammen,

das Annastift möchte die bisher nicht benötigten Flächen zwischen Wülfeler und Paderborner Straße zu einem inklusiven Wohnquartier entwickeln. Von gut 400 Wohneinheiten, vierstöckig ist die Rede. Das geplante Wohnquartier Annastift gehört damit nach Aussage der Landeshauptstadt Hannover zu den größten aktuellen Wohnungsbauvorhaben.

Im Juli 2014 fand eine Informationsveranstaltung der Stadt Hannover mit anschließenden Workshops für interessierte Bürger statt. Ende Mai 2015 fand im Annastift die Präsentation mit den Ergebnissen der Planer statt. Zu dieser Veranstaltung wurden wir nicht eingeladen.
Auf unsere Nachfrage bietet die Stadt jetzt an, betroffenen interessierten Vereinen und Bürgern das Ergebnis von Ende Mai vorzustellen:

Dienstag, 21. Juli 2015 ab 17 Uhr im Annastift, Wülfeler Str. 60.

 
Wir freuen uns auf Eure Teilnahme. Gäste sind willkommen.

Bei dieser Gelegenheit können vielleicht auch Fragen an die Vertreter der Stadt zur geplanten Aufstellung von Containern am Annastift zur Unterbringung von Flüchtlingen gestellt werden.


Frank, Seemo, Andreas, Antje




Download der Einladung als PDF

Dienstag, 14. Juli 2015

Pressemitteilung, 14. Juli 2015: Energiewende – SuedLink

Energiewende – SuedLink

Energiewende und europaweite Netzsicherheit werden Netzausbau bedeuten. Derzeit sieht die bundesdeutsche Gesetzlage Freilandverkabelung vor und lässt nur wenige Spielräume für Erdverkabelung zu. Das bisherige Verfahren zum Netzausbau wurde durch Initiativen unter großer Beteiligung der Bürger begleitet, hier vor Ort zum SuedLink durch uns, der Initiative pro.kronsberg – Mensch, Natur, Zukunft e. V.. Dieses Bürgerengagement erreichte die Politik. Als Erfolg der aktuellen Bewegungen kann erachtet werden, dass der Koalitionsausschuss Anfang Juli 2015 in den "Eckpunkten Energiewende" den Vorrang der Erdverkabelung beschlossen hat.

Die Regierungskoalition ist jetzt gefordert, zur Umsetzung dieses Beschlusses zeitnah neue Gesetze schaffen. Das heißt den aktuellen Vorrang von Freilandverkabelung, auf den Vorrang von Erdverkabelung umzustellen.

Zu dieser Umstellung wird berichtet und kommentiert, dass die Erdverkabelung erhebliche Mehrkosten verursache. Mehrkosten, die wir alle als Verbraucher bezahlen sollen.

Stimmt das? Muss der Netzausbau durch mehr Erdverkabelung teurer werden? Entstehen tatsächlich Mehrkosten? Wegen z. B. unterschiedlicher Wartungskosten und kürzerer Trassenverläufe können sich die Kosten möglicherweise angleichen.

Wie wird der Netzausbau überhaupt finanziert? Die Finanzierung soll derzeit über den Verbrauch der Stromkunden erfolgen. Das bedeutet, dass z. B. eine Krankenschwester für die Energiewende den genauso viel zahlen muss wie ein Topmanager.

Aktuell erhalten zudem die privat geführten Übertragungsnetzbetreiber wie Tennet garantierte Renditen von 9,05 Prozent für die Umsetzung der Energiewende. Könnte dies nicht auch ein bundeseigenes Unternehmen, ohne Rendite erzielen zu müssen, steuerfinanziert, über das Einkommen von uns Verbrauchern umzusetzen ("Energie-Soli") und so zu einer gerechteren Verteilung der Kosten kommen?

Wir werden die Politiker weiter bei der gesetzlichen Anpassung begleiten. Als Initiative vor Ort verfolgen wir den Netzausbau genauso intensiv wie bisher. Dazu gehört auch, Verfahrensschritte zum Netzausbau mit Bürgern zu erörtern.

Beim Thema der Erdverkabelung haben Fragen von Bürgern zu einem Umdenken der Politik geführt. Unseres Erachtens ist es an der Zeit, auch andere scheinbar alternativlose Konzepte zu hinterfragen. Dies gilt nunmehr insbesondere für die Finanzierung der Energiewende.

Download der Pressemeldung als PDF

Donnerstag, 23. April 2015

Pressemitteilung: Prozess gegen Bürgerbeteiligung


Am Mittwoch, 29. April 2015 um 11.15 Uhr verhandelt das Verwaltungsgericht Hannover (Eintrachtweg 19) über Kosten, mit denen die Stadt Hannover Bürger belegen will, die mit Hilfe eines ihnen zustehenden Widerspruchs den Bau eines Megalogistikzentrums am Fuß des Kronsberges prüfen wollten.

Hier werden Bürger, die ihr Recht wahrgenommen haben, aus unserer Sicht unverhältnismäßig zur Kasse gebeten.

Soll damit Bürgerbeteiligung verhindert werden?




Download (PDF) der Pressemitteilung vom 23. April 2015

Satzung und Mitgliedsantrag der Initiative pro.kronsberg e.V.



Download (PDF) der Satzung Initiative pro.kronsberg e.V.

Download (PDF) Mitgliedsantrag Initiative pro.kronsberg e.V.

Freitag, 13. Februar 2015

27 SuedLink -Bürgerinitiativen wollen Landesverband Niedersachsen gründen

Pressemitteilung, 12. Februar 2015

Im Januar2015 haben sich Vertreter von 27 Bürgerinitiativen in Hannover getroffen, die von Netzausbauprojekten, z. B. der geplanten Höchstspannungstrasse SuedLink betroffen sind. Ziel war die Gründung eines Landesverbandes oder Aktionsbündnisses. Damit sollen die Interessen der in Niedersachsen betroffenen Bürgerinitiativen zusammengeführt werden. In den kommenden Wochen wird in den einzelnen Bürgerinitiativen ein Grundsatzpapier erarbeitet. Es gilt auch einen Namen zu finden, der von allen Bürgerinitiativen akzeptiert wird. Daraus soll eine Vereinigung entstehen, die am 21. Februar 2015 in Hannover gegründet werden soll. Die Grundsätze sollen so ausgestaltet werden, dass sich unter der Vereinigung alle vom SuedLink betroffenen Bürgerinitiativen in Niedersachsen wiederfinden können, auch wenn deren Positionen in einzelnen Punkten differieren. Die Bürgerinitiativen erwarten hierdurch einen verbesserten und schnelleren Informationsaustausch. Auch sollen darüber gemeinsame Aktionen geplant und durchgeführt werden. Die niedersächsischen Bürgerinitiativen folgen damit einer entsprechenden Initiative in den Bundesländern Bayern, Hessen und NRW, mit denen eine Zusammenarbeit geplant ist. 



Download der Pressemitteilung (PDF) vom 12. Februar 2015

Sonntag, 7. Dezember 2014

Pressemitteilung vom 24. November 2014 - Oberbürgermeister folgt Einladung von Pro.kronsberg


Pressemitteilung, 24. November 2014  Initiative pro.kronsberg – Mensch, Natur, Zukunft e. V.


Oberbürgermeister folgt Einladung von Pro.kronsberg

Die Initiative pro.kronsberg – Mensch, Natur, Zukunft e. V. hatte Oberbürgermeister Schostok eingeladen, sich vor Ort ein Bild von der Deponie Bemerode I zu machen.

Bei dem Treffen Mitte Oktober wurde dem Oberbürgermeister aufgezeigt, dass mit der Deponie ein "schlafendes Ungeheuer" am Stadtrand liege. Auch wenn derzeit noch keine alarmierenden Werte vorliegen, war allen klar, dass der leider auch in der Menge teils unbekannte und gefährliche Inhalt jederzeit "hochgehen" könne.

Es ist äußerlich sichtbar, wie stark es in der Deponie arbeitet, da es auf der Emmy-Noether-Allee und dem Parkplatz markante Absenkungen gibt.

Herr Schostok nahm das Thema so ernst, dass ihn aus der Verwaltung neben der Bereichsleiterin Umweltschutz, Frau Czorny und Herrn Feierabend von der Wirtschaftsförderung Hannover, Sonderprojekte Firmenansiedlung auch zwei Fachleute externer Sachverständigenbüros begleitet haben.

Zum Abschluss des Treffens schlug der Oberbürgermeister selbst vor, dass sich die Initiative regelmäßig halbjährlich mit den Fachleuten seiner Verwaltung trifft.


























Download der Pressemitteilung (PDF) vom 24. November 2015

Dienstag, 23. September 2014

Stadt macht im Jahr 2014 statt 80 Mio. € nun mind. 128 Mio. € neue Schulden


„Hannovers Haushalt steht und fällt mit der Entwicklung der Gewerbesteuer. Ihre Höhe bemisst sich am Gewinn, den die hannoverschen Unternehmen einfahren…“ (HAZ am 11.09.2014)


Hauptgrund sind fehlende Gewerbesteuereinnahmen

An dieser Stelle sei einmal daran erinnert, das kurz vor der prestigeträchtigen Landtagswahl 2012 in Niedersachsen, der damalige hannoversche Oberbürgermeister (und heutige niedersächsische Ministerpräsident) mit Unterstützung fast aller im hannoverschen Stadtparlament vertretenen Parteien, koste es was es wolle, ein internationales Großunternehmen (Amazon) in Hannover ansiedeln wollte. Die Region durfte es nicht sein – es musste im Stadtgebiet Hannovers sein. Dass dieses Unternehmen in Hannover keine Gewerbesteuer zahlen würde, wurde vom damaligen OB auf Nachfrage eingeräumt.

In diesem Zusammenhang ist zu bedenken, dass zur Bebauung des Grundstückes für den angeblichen Großinvestor seitens der Stadt und städtischer Unternehmen 3,5 Mio. – im wahrsten Sinn – in den
Kronsberger Mergel gesetzt wurden.

Schon zu dieser Zeit, wiesen die „Besserwisser“ der Initiative pro.kronsberg auf die zu erwartende Situation betreffend Gewerbesteuerentwicklung hin und entwickelten auf Basis des damals gültigen Bebauungsplanes ein, für Mensch Natur und Zukunft inklusive Gewerbesteuereinnahmen optimales
Nutzungskonzept für das ausgewählte Gelände am Landschaftsschutzgebiet Kronsberg. Das Konzept „Park Kronsberg“ gestattete auf dem in Hannover einmaligen Gelände zwischen Messegelände und Kronsberg die Kombination von Wohnen, Kleingewerbe- und Industriebetrieben. Diese hätten dann als hannoversche Unternehmen in Hannover Gewerbesteuern gezahlt. Das hätte dem hannoverschen Haushalt nachhaltig helfen können.


Stattdessen wurde, nachdem der erste mögliche Investor (Amazon) abgesprungen war, das nächste – angeblich regionale – Großunternehmen (Netrada) aus dem Hut gezaubert. Hier wurde dann die Öffentlichkeit mit vielen sozialversicherungspflichtigen neuen Arbeitsplätzen geködert. Gewerbesteuer hätte auch Netrada nicht in den hannoverschen Haushaltstopf gezahlt.
Nachdem Niedersachsen- und Oberbürgermeisterwahl gelaufen waren, wurde dann die Öffentlichkeit über die Insolvenz von Netrada informiert. Der Köder Arbeitsplätze war vorher längst geschluckt und bereits verdaut. Aufgrund der Insolvenz fiel auch die Pflicht zur Schaffung der Arbeitsplätze ersatzlos weg.

Arbeitsplätze wurden nicht geschaffen.

So steht nun am Kronsberg seit fast einem Jahr ein Mega-Logistikzentrum (Grundfläche 50.000 m²) unbenutzt leer und blockiert eine sinnvolle Entwicklung. Gewerbesteuereinnahmen sind auch in Zukunft von hier nicht zu erwarten.

Schade, ARMES Hannover!



Download als PDF

Freitag, 5. September 2014

Pressemitteilung Pro Kronsberg 02.09.2014 - SUED-LINK



Pressemitteilung 02.09.2014

Der SUED-LINK

Da sich die gemeinnützige Initiative pro.kronsberg - Mensch, Natur, Zukunft e. V. als Anwalt des Landschaftsraumes Kronsberg versteht, hat sie neben dem Logistikzentrum nun auch die geplante Trasse für die Stromleitung aus Windkraft in den Süden Deutschlands – den sogenannten „Süd-Link“ – in die kritische Begleitung ihrer Aktivitäten aufgenommen. Die Initiative hat sich diesbezüglich bereits mit anderen Bürgerinitiativen vernetzt. Der derzeit für die Trasse geplante Landschaftskorridor soll 1 Kilometer breit auch an Bemerode/Wülferode vorbeiführen. Die Masten würden bis zu 60 bis 70 Meter hoch sein. Die Auswirkungen auf den Landschaftsraum in Bezug auf das Aussehen sind vorhersehbar, die Auswirkungen in Bezug auf Magnetfelder oder magnetische Strahlungen hingegen nicht. Gaim und Bockmerholz als Naturschutzräume sind besonders betroffen ebenso die in der Nähe befindlichen Ausgleichsflächen für den, nach unserer Meinung, vergeudeten enormen Flächenverbrauch durch das Logistikzentrum. Im Einzelnen:

Grundlage:

Die Bundesregierung hat sich mit der Energiewende u. a. folgendes Ziel gesetzt: Alle Kernkraftwerke sollen bis zum Jahr 2022 abgeschaltet werden. Viele dieser Kernkraftwerke liegen im Süden Deutschlands. So werden die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Hessen im Jahr 2023 ca. 30 % ihres Stromes importieren müssen. Windenergie, die zum Teil den Kernenergiestrom ersetzen soll, wird vor allem im Norden produziert. Die erforderliche Netzinfrastruktur, um den Strom in den „Süden“ zu transportieren muss erst noch gebaut werden, so u. a. der SUEDLINK.

Was ist der SUEDLINK?

Der SUEDLINK sind zwei Höchststrom-Transportleitungen (500.000 Volt) von der Nordsee als Einbahnstraße nach Bayern. Es wird geplant, die Leitung oberirdisch mit 60-70 m hohen Masten (3xMal so hoch wie „normale“ 110 KV-Stromleitungen) durch Deutschland zu verlegen. Im Zuge des jetzigen Planungsstandes wird für die über 800 Kilometer lange Trasse ein Landschaftskorridor von 1 km Breite ausgewiesen. Aus Kostengründen ist nicht geplant, Konverteranlagen (um den Strom an anderer Stelle unterwegs auszuspeisen) zu bauen – daher Einbahnstraße.

Wie betrifft uns der SUEDLINK?

Der SUEDLINK verläuft in dem geplanten Korridor über die Gaim vorbei an Wülferode und über das Bockmer Holz. Das wird erhebliche Auswirkungen auf das Landschaftsbild und damit für Naherholung und Naturschutz haben.

Zudem sind sowohl die Auswirkungen der oberirdischen Strommasten, z. B. wegen elektromagnetischer Felder, für Mensch, Tier und Natur ebenso ungeklärt wie die Folgen der sehr wenigen unterirdisch verlaufenen, alternativen Trassenabschnitte.

pro.kronsberg begleitet das angelaufene Verfahren zum SUEDLINK neben dem immer noch nicht im Betrieb befindlichen Mega-Logistikzentrum von arvato-Bertelsmann (früher Netrada). Wir befürchten eine weitere Zerstörung und Beeinträchtigung des Landschaftsschutzgebietes Gaim und Bockmer Holz zu Lasten von Mensch, Natur und Zukunft.

Die an die Gaim angrenzenden Ausgleichsflächen – für die vielen, wegen der vorgenannten Logistikhalle abgeholzten Bäume – liegen genau in der geplanten SUEDLINK-Trasse.